Glaube im Alltag

Mit dem Christkönigsfest, das wir an diesem Wochenende feiern, beginnen wir die letzte Woche des Kirchenjahres. Was ist das Besondere an diesem Fest Christi, des Königs? Reiche und Herrschaften kommen und gehen.

Die Geschichte bietet uns dafür sprechende Beispiele - gerade sind es 23 Jahre, dass im Osten Europas scheinbare Weltreiche gefallen sind. Nicht so die Herrschaft Gottes - näher hin das Königtum Jesu. Sein Reich überdauert die Zeiten. Dieses Christkönigsfest sagt uns ein Wort, das uns hoffen lässt. Das letzte Wort in der Geschichte spricht der lebendige Gott, der um den Menschen weiß, der ihn liebt, der sich uns Menschen zuneigt in Jesus Christus. Die Zukunft der Menschheit und unseres eigenen Lebens liegt letztlich in der Hand dessen, der für uns ans Kreuz gegangen ist. Alle Zeit, jedes alte und neue Jahr der Kirche läuft nicht ins Leere, sondern in die Hände dessen, der am Kreuz die Arme ausgebreitet hat, um uns in diesen Armen heim zu tragen in die lichte Zukunft des Gottes der Treue. Es wäre schön, wenn ich als Christ an diesem Fest bekenne: Durch alle Angst, Ungewissheit und alles Chaos hindurch laufe ich in die Arme Jesu, des Jesus, von dem Paulus bekennt: "Ich bin gewiss: weder Tod noch Leben, weder Mächte noch Gewalten können uns scheiden von der Liebe Gottes, in Jesus Christus, unserem Herrn" (Römer 8, 38). In diesem Glauben wagen wir den Schritt in einen neuen Advent und in ein neues Kirchenjahr. Pfarrer Edwin Prim, Schleidweiler