Glaube im Alltag

Vor dem Dom und neben dem Dom und hinter dem Dom natürlich auch: Zelte und Container werden aufgebaut, Parkplätze sind gesperrt … Das Großereignis Wallfahrt drängt sich inzwischen in den Vordergrund. Mit so was muss man rechtzeitig anfangen - schon klar.

Und gefühlt jedenfalls sind die Trie rerinnen und Trierer wohl auch dabei. Kaum Gegenstimmen - sogar Vorfreude ist zu spüren. Und das ist ja auch gut so. Denn da werden ein paar Hunderttausend Menschen nach Trier kommen - verteilt zwar über vier Wochen; aber trotzdem richtig viele jeden Tag. Das wird eine echte Herausforderung sein an die Stadt und alle, die hier leben und arbeiten. Die meisten werden dieser Herausforderung gewachsen sein. Gastfreundlich ist diese Stadt - und das ist deutlich mehr als nur eine kommerzielle Tugend. Schon richtig - geschäftlich springt für die Stadt auch was dabei heraus. Kann man schon mal ein paar Opfer bringen. Das macht die Herausforderung aber um so spannender: Dass die Stadt und die Kirche (um nicht von den Kirchen zu sprechen - ein wenig wird ja hier auch zusammengeführt werden, was getrennt ist …) - also, dass die Stadt und die zusammenwachsende Kirche und vor allem viele Menschen Gastfreundschaft eben auch als christliche Tugend leben werden - weil sie ja auch eine spirituelle Dimension hat. "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen", sagt Jesus; er ist es selbst, der als Pilger zu uns nach Trier und in den Dom kommt. Und sei es auch nur, einem Pilger freundlich den Weg zu der Kirche zu zeigen oder zum Pilgerzelt: Schon in den kleinen Gesten wird es sich zeigen, dass die Menschen in Trier ihn verstanden haben. Altfried G. Rempe ist Pastoralreferent in Trier.

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