Glaube im Alltag

Viele Menschen haben in dieser Woche wieder einmal auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes gewartet. Dieses oberste Gericht schafft regelmäßig Klarheit in strittigen Fragen, wenn diese grundlegend für Deutschland und unsere demokratische Verfassung sind.

Gut, dass es eine solche unabhängige Instanz gibt. Nicht viele Entscheidungen sind von nationaler Bedeutung. Doch der Vorgang ist immer vergleichbar. Ein Konflikt, ein Problem, eine unklare Situation tritt auf, jemand prüft und wägt ab und fasst dann einen Entschluss. Manchmal sind es ganz banale Fragen, die zu entscheiden sind. Das geht schnell und oft fast unbemerkt. Manchmal ist es schwierig, zur Lösung eines Problems zu kommen. Es kann sein, dass es für mich sehr weitreichend ist. Es kann sein, dass andere Menschen betroffen sind. Es kann sein, dass die Situation kompliziert ist. Es kann auch sein, dass es keine gute und zufriedenstellende Lösung gibt. Gerade wenn mehrere Personen verwickelt sind und die Lage kompliziert ist, braucht es Entscheidungen. Solange nicht entschieden ist, ist alles unsicher. Die Situation am Finanzmarkt hat das gezeigt. Die Kurse bewegten sich stark auf und ab in den Wochen vor der höchstrichterlichen Entscheidung. Dort zeigte sich im Großen, was auch im Kleinen gilt. Alle Beteiligten schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Gerüchte machen sich breit oder werden gestreut. Viele üben sich in Kaffeesatzleserei. Jesus ermutigt zu klaren Entscheidungen und zu Entschiedenheit: Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein. Eine Entscheidung zu treffen ist das eine, bei dadurch entstehenden Schwierigkeiten dabeizubleiben ist eine weitere Herausforderung. Klarheit schafft Sicherheit. Dazu ermutigt Jesus, Ingrid Müller ist Pastoralreferentin in Trier