Glaubensgemeinschaft in Konz mit neuem Seelenhirten

Religion : Glaubensgemeinschaft in Konz mit neuem Seelenhirten

Wechsel an der Spitze der Neuapostolischen Kirche in Konz-Karthaus: Markus Döpp löst Robert Kempf als Gemeindevorsteher ab.

Seit fast 30 Jahren übte Priester Robert Kempf Ämter in der Neuapostolischen Kirche aus. In den letzten siebeneinhalb Jahren war er Seelsorger der Gemeinde in Konz-Karthaus. Jetzt ist er in einem feierlichen Gottesdienst von Apostel Clement Heck, der aus Luxemburg angereist war, in den Ruhestand versetzt worden, hier Ruhesetzung genannt.

Der Nachfolger des 66-jährigen Unternehmers ist der 48-jährige Markus Döpp aus Trier. Der Kaufmann in der Sanitärbranche begann 1991 seine seelsorgerische Laufbahn als Unterdiakon in Trier-Nord. Heute bekleidet er das Ehrenamt eines Evangelisten.

Von den 172 Kirchenmitgliedern waren rund 100 zum Gottesdienst in die Kirche in der Römerstraße gekommen. Alle sind bei der Heiligen Versiegelung, was der Taufe entspricht, mit Wasser und Geist getauft worden.

„Wir glauben an die Wiederkehr von Jesus Christus“, macht der scheidende Priester Kempf als einen der wesentlichen Grundsätze deutlich, „und, dass es wieder lebende Apostel auf der Erde gibt.“

Apostel Clement Heck begrüßte auch Mitglieder anderer Konfessionen im Gottesdienst und predigte: „Verlass’ dich auf Gott, nicht auf Menschen, sonst bist du verlassen.“ Bischof Friedbert Kreutz betonte: „Das Leben hat das Ziel der Erwählung.“

Besonders gelobt wurde die Zusammenarbeit Kempfs in der Ökumene mit allen religiösen Bekenntnissen, die gerade in Karthaus zahlreich vertreten sind. „Es war etwas Besonderes, hier dienen zu dürfen“, sagte Robert Kempf sichtlich bewegt.

Ausführlich informiert die Neuapostolische Kirche unter www.nak.org über ihr Glaubensverständnis, ihre Geschichte und darüber, wo es überall Gemeinden gibt, in denen dieser Glaube gelebt werden kann.

Die als Kirche anerkannte Glaubensgemeinschaft, die rechtlich eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist, bekommt keinerlei öffentliche Zuschüsse. Jeder Gläubige gibt Spenden, je nach den beruflichen Möglichkeiten. Erst ab der Funktion als Apostel ist man fest angestellt. Alle niedrigeren Funktionsträger üben einen ganz normalen Beruf aus. Weltweit gibt es 9,8 Millionen Neuapostolische Christen in 60 000 Gemeinden.