Gleiches Recht

BEUREN. Mit einem großen Lob für den Kindergarten und die Grundschule leitete Ortsbürgermeister Manfred Köhl die Gemeinderats-Sitzung ein. Der Kindergarten wurde in Mainz mit einem Europapreis ausgezeichnet, weil er Vorbildliches in der Vermittlung der französischen Sprache im Vorschulbereich leistet (der TV berichtete).

Ausdrücklich hob Köhl das individuelle Engagement der Kindergartenleitung und des Kindergartenpersonals hervor. In das Lob schloss er die Leitung der Grundschule mit ein und würdigte so die effiziente Zusammenarbeit beider Einrichtungen. Die Verleihung dieses Europa-Preises sei für die Gemeinde Beuren insgesamt eine bemerkenswerte Sache. Schwerpunkt der Sitzung war die Situation der Friedhöfe in beiden Ortsteilen. Vor Sitzungsbeginn hatten Ortsbürgermeister und Rat sich vor Ort ein Bild davon gemacht. Dabei wurde eine Liste notwendiger Arbeiten zusammengestellt. Details sollen mit Sachverständigen des Bauamts der Verbandsgemeinde abgeklärt werden. Der Rat stimmte einer neuen Verfahrensweise bei vorzeitiger Grabeinebnung zu. Sollten Angehörige Verstorbener dies vor Ablauf der gesetzlichen Liegezeit wünschen, wird die Gemeinde dem zustimmen. Dies geschieht unter der Voraussetzung, dass die Pflegekosten für die Restlaufzeit anteilig entrichtet werden. Damit stellt die Gemeinde in diesem Punkt Gleichbehandlung zu den Gräbern auf dem neu eingerichteten Wiesengräberfeld her. Dort kostet eine Grabstelle 3000 Euro. Die Gemeinde übernimmt dafür die Pflegekosten für eine Liegezeit von 25 Jahren. Auf dem Friedhof in Prosterath soll zusätzlich eine Umwelt schonende Mülltrennung getestet werden. Geeignete Behälter werden in den nächsten Tagen aufgestellt. Die Instandsetzung einiger gemeindeeigener Straßen stößt in Beuren, wie überall, zur Zeit an finanzielle Grenzen. Trotzdem will die Gemeinde die schlimmsten Schäden schrittweise beseitigen, soweit Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.Flurbereinigung kommt in Gang

Wenn dies nicht der Fall ist, sollen die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden, um für die nächsten Jahre Mittel aus dem Investitionsstock beantragen zu können. Andere Straßenlastträger, wie zum Beispiel der Kreis mit der K 94, sollen an ihre Instandsetzungspflicht erinnert werden. Was die Agrarstrukturelle Entwicklung (AEP) in Beuren betrifft, so wird daraus langsam eine unendliche Geschichte. Die geplanten Wegebaumaßnahmen und Grundstücksbereinigungen wurden immer wieder verschoben. Grund: fehlende Finanzmittel aus Mainz. Wie Ortsbürgermeister Köhl in der Sitzung mitteilte, liegt inzwischen ein Schreiben der Dienststelle Trier des Kulturamts vor, in dem der Beginn der "AEP-Maßnahme Beuren" für den Spätsommer zugesagt wird. Nach etlichen Mainzer Sparrunden scheint die Finanzierung der Beurener Flurbereinigung gesichert.