Glückliches Ende: Vermisste Seniorin lebt

Glückliches Ende: Vermisste Seniorin lebt

Nach 40 Stunden Suchen, Bangen und Hoffen wurde die seit Samstagabend vermisste 76-jährige Veronika Hapfelmeier aus Leiwen im Keller eines Winzerhofs entdeckt. Dieser befindet sich unmittelbar neben dem Feuerwehrhaus, von wo aus Hunderte Helfer ihre Suche gestartet hatten.

Leiwen. Montagmorgen, 10 Uhr: Während mehr als 100 Feuerwehrleute, Polizisten und Diensthundeführer seit zwei Stunden die Suche nach der vermissten demenzkranken Seniorin aus Leiwen wieder aufgenommen hatten, entdeckte der Winzer Manfred Herres die orientierungslose Frau im Weinkeller seines Betriebes."Ich bin zufällig dorthin gegangen, da habe ich sie vor der Treppe liegen gesehen", sagte Herres. Der Winzerbetrieb steht unmittelbar neben dem Feuerwehrhaus, der Zentrale der Suchaktion. Zehn Meter vom Ort der Einsatzleitung und 300 Meter von ihrer Wohnung entfernt, hatte sie Unterschlupf gesucht.Die Vermisste war leicht unterkühlt, aber ansprechbar und hatte eine Platzwunde am Kopf als sie gefunden wurde. Sofort wurde die Seniorin notärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht."Wir hatten unser Haus durchsucht, aber dass sie im Weinkeller sein könnte, hätten wir nicht gedacht", sagt Herres. Während sich in Leiwen Erleichterung über das glückliche Ende der Suchaktion breit machte, resümierten Einsatzleiter Willi Thul und Harald Licht, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Schweich, die Suchaktion. "Wir haben mit dem Verbandsgemeindebürgermeister Berthold Biwer die richtige Entscheidung getroffen", betonte Thul. Der Suchaufbau habe ebenso gestimmt wie die Tatsache, dass die Suchaktion nicht frühzeitig abgebrochen wurde. Die demenzkranke Frau war seit Samstagabend, 17.30 Uhr, verschwunden gewesen. Zuletzt war die Seniorin in der Nähe ihrer Wohnung in dem Haus ihres Sohnes gesehen worden. Seitdem fehlte von ihr jede Spur. Bis weit nach Mitternacht am Samstag, Sonntag bis zum Anbruch der Dunkelheit und seit Montagmorgen um 8 Uhr hatten Feuerwehrleute, Polizisten, Anwohner und Hundestaffeln nach der Vermissten gesucht. Zeitweise waren bis zu 285 Hilfskräfte im Einsatz, darunter rheinland-pfälzische Hundestaffeln und Hubschrauber mit Wärmekameras. Im Winzerbetrieb Herres war auch nachdem Veronika Hapfelmeister gefunden worden war, immer noch die Aufregung zu spüren. "Sie ist so eine liebe Frau", sagte Wilma Herres. "Im Sommer kommt sie öfter mal zu uns, setzt sich auf die Bank und trinkt ein Wasser."

Mehr von Volksfreund