"Goldener Oktober": Beste Betreuung und ein ausverkauftes Eiscafé - Saarburger Gewerbeverband zufrieden mit dem verkaufsoffenen Sonntag

Saarburg · Wenn das mal kein voller Erfolg war: Tausende Besucher füllten am Sonntagnachmittag zum "Goldenen Oktober" die Saarburger Straßen. Parkplätze und freie Plätze in den Cafés waren nur mit dem berühmten Quäntchen Glück zu erhaschen, trotz allem waren die Besucher bester Stimmung. Vielleicht auch, weil der angekündigte Regen an diesem Nachmittag ausgeblieben ist.

 Viele Besucher beim „Goldenen Oktober“: In der für den Autoverkehr gesperrten Graf-Siegfried-Straße ist fast kein Durchkommen. TV-Foto: Rolf Lorig

Viele Besucher beim „Goldenen Oktober“: In der für den Autoverkehr gesperrten Graf-Siegfried-Straße ist fast kein Durchkommen. TV-Foto: Rolf Lorig

Wenn man den Erfolg einer Veranstaltung an der Dauer einer Parkplatzsuche messen möchte, dann hat der Saarburger Gewerbeverband allen Grund zur Zufriedenheit. "Wir haben in der Vergangenheit sehr viele neue Parkplätze und Parkdecks geschaffen. Aber an einem Tag wie diesem reicht auch das nicht." Stefan Müller-Hamann weiß um die Nöte der Autofahrer. Aber weder er noch seine Kollegen müssen sich etwas vorwerfen. Der Fahrzeug-Andrang war an diesem Sonntag so stark, dass Müller-Hamann mit Recht von einer "Ausnahmesituation" sprechen kann. Eine weite Anreise hatte Holger Montag, der mit seiner Frau Birgit aus Saarbrücken gekommen ist. Jetzt wollen sie gemütlich bummeln und nach Fair-Trade-Jeans für Birgit Ausschau halten.
Auf dem Bauern- und Handwerkermarkt ist gut zu tun. Wolfgang Gladziewski ist mit seinen Korbwaren aus Mückeln in der Vulkaneifel gekommen. Vor elf Jahren war er das letzte Mal mit seinem Verkaufsstand in Saarburg. "Danach gab es immer wieder Terminüberschneidungen", bedauert er. Deshalb freut er sich darüber, dass die Saarburger Geschäftsleute die Veranstaltung um eine Woche nach vorne verlegt haben. In der für den Autoverkehr gesperrten Graf-Siegfried-Straße ist fast kein Durchkommen. Hier findet sich auch ein Kuriosum: Ein Eis-Café ist bereits ausverkauft. Kaffee und andere Getränke gibt es noch, nur kein Eis. Juniorcheffin Stefania Fattor erklärt die Gründe: "Es war zu warm in den letzten Tagen und Wochen. Die Bestände, die eigentlich noch bis zum Ende der Saison reichen sollten, waren deshalb vorzeitig aufgebraucht."Handgearbeitete Holzfiguren


Zahlreiche Händler haben ihre Verkaufsstände in der Hauptverkehrsstraße aufgebaut. Hier bietet der Drechsler Franz Bermes aus Minderlittgen handgearbeitete Holzarbeiten an. Viele Menschen seien da, er habe auch schon einiges verkauft, sagt er.
Aber: "So ganz fühle ich mich nicht wohl, denn in dem Bereich, in dem Kunsthandwerk verkauft werden soll, hätte ich mir auch ausschließlich Kunsthandwerk gewünscht und keine Händler, die alle möglichen Produkte aus allen Teilen der Welt hier feilbieten." Dennoch lässt er keinen Zweifel daran, dass die Verbindung von unterschiedlichen Märkten durchaus reizvoll ist.
Das sehen auch Marie und Jürgen Stoffel aus Nittel so. Sie sind noch auf der Suche nach einem Geschenk, ihre drei Kinder wollen zum Kinderflohmarkt auf dem Boemundhof.
Dort ist auch James Hardo, der sich im Kreis der ihn umgebenden Kinder augenscheinlich wohlfühlt. Für die Organisatoren hat er nur lobende Worte, man sei bestens betreut werden und den Kindern würde der Markt richtig Spaß machen. So viel Lob hört Stefan Müller-Hamann als Sprecher des Arbeitskreises Konzepte und Ideen im Saarburger Gewerbeverband gerne. Auch er ist sehr zufrieden mit dem "Goldenen Oktober", "denn viele Menschen sind zunächst mit dem Vorsatz bummeln zu gehen in die Stadt gekommen, haben dann aber auch gekauft."

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