Markt: Goldener Oktober bringt Marktlaune nach Roscheid

Markt : Goldener Oktober bringt Marktlaune nach Roscheid

Erfolgreicher Start: Der erste Herbstmarkt im Museum Roscheider Hof hat am Sonntag mehrere Tausend Besucher angezogen.

Etwas Glück gehört bei Freilichtveranstaltungen immer dazu. Und das haben der Veranstalter und die Aussteller gestern beim ersten Herbstmarkt im Museum Roscheider Hof: Herbstsonne und eine kühle, aber nicht zu kalte Temperatur sorgen für die richtige Laune. 20 Aussteller bieten an ihren Ständen Handgemachtes zum Anziehen, zum täglichen Gebrauch oder zum Essen: Das Spektrum reicht vom Kräutertee über französischen Edelsenf, Wurstwaren oder Biobrot. Etwa süßen Brotaufstrich aus eigener Produktion, präsentiert von Ursula Ninfa und Markus Berberich, Verein Roscheider Hof, handgeflochtene Weidenkörbe von Udo Adams aus Osann-Monzel, selbst getöpferte Keramik von Doris Kesseler aus Igel, Obstbrände von Manfred und Nicole Stein aus Kenn, selbst genähte Kindersachen von Kristina Teuteberg aus Trier und vieles mehr. Dazu unterhält am Nachmittag Gitarrist und Liedermacher Achim Weinzen im Innenhof des Museums.

Schon eine Stunde nach der Eröffnung freut sich Organisator Christof Kramp vom Saarburger Event-Veranstalter „StationKkultur.events“ über die schnell steigenden Zahl der Besucher: „Wir haben einfach das optimale Wetter mit herbstlichem Touch“. Dem kann (Nach-)Namensvetter Hermann Kramp als Geschäftsführer des Roscheider Hofs nur zustimmen: „Das wird heute ein Erfolg – das erkennt man schon nach zwei Stunden.“ Es gibt da nur einen Wermutstropfen, und das ist die geschlossene Museumsgastronomie. Doch Geschäftsführer Kramp sieht darin keinen Dauerzustand: „Wir hoffen, bis zum Beginn der Sommersaison wieder einen Pächter gefunden zu haben.“

So hoffen viele Konzer Marktbesucher wie etwa Harald Erang: „Der Weihnachtmarkt hat uns schon gefallen – da wollten wir uns das heute mal anschauen. Es lohnt sich.“ Übrigens ist ihm wie anderen Konzern der Roscheider Hof schon seit der Kindheit vertraut: „Hier kamen wir zum Spielen her, als noch der Hufschmied arbeitete.“

Viele auswärtige Gäste kennen den Hof von Museumsbesuchen. Zum ersten Mal sind Elisabeth und Günter Stein aus Hinzert-Pölert da. „Wir sind durch Facebook darauf gekommen. Uns gefällt es hier. Ein sehr anspruchsvolles Angebot.“ Ein Markt, der jedem etwas biete, sagt Wolfgang Kebig aus Wiltingen, der das Anwesen noch als Landwirtschaftsbetrieb kennt – „ich bin ein alter Konzer“.

Das Publikum mag den Markt und der Markt sein Publikum. Edel­senf-Verkäufer Bernd Gödert aus Fisch bringt das so auf den Punkt: „Ich war dieses Jahr auf dem Konzer Frühjahrsmarkt in der Innenstadt. Da lief das wesentlich schlechter als hier, weil das da ein anderes Publikum ist. Die Leute, die hierher ommen, suchen bewusst Edles und Handgemachtes. Das Publikum macht den Markt.“ Und für Alois und Hiltrud Birnfeld aus Olsdorf/Eifel macht die Jahreszeit den Umsatz: Sie bieten Wollsachen aus eigener Produktion an, haben „eigene Schafe in der Herde mitlaufen“ und erklären: „Wir gehen nur auf Herbst und Wintermärkte. Bei 30 Grad Sommerhitze brauchen wir unseren Stand mit Wollsachen erst gar nicht aufzubauen.“