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Greimerath plant Baugebiet mit 27 Bauplätzen

Kommunales : Ein Platz zum Leben mitten im Dorf – Wie der Dorfplatz in Greimerath umgebaut wird und wo bald neue Bauplätze entstehen sollen

Die Bagger rollen, der Dorfplatz ist in Arbeit, ein Baugebiet kommt. Beides und noch mehr ist für das 982-Einwohner-Dorf ein Stück Zukunft, mit der jetzt begonnen wird. In unserer Dörfer-Serie 2022 schauen wir heute auf Greimerath.

Jetzt sieht es jedermann: Auf dem Greimerather Dorfplatz wird gebaut. Das Fundament des Pavillons, für die Küche und die Toilettenanlage, ist gelegt. „Wir hoffen, dass der Platz als neues Zentrum des Dorfes bis Ende des Jahres fertig ist“, sagt Ortsbürgermeister Edmund Schmitt mit Blick auf das Jahr 2022. Allenfalls die Pflanzarbeiten können eventuell erst Frühjahr nächsten Jahres beendet werden.

Das soll der neue Dorfplatz in Greimerath bieten

Was den meisten nur als Parkplatz für Autos und Busse bekannt war, soll zum Leben erweckt werden, mit Bühne für Veranstaltungen und Spaß für Jung und Alt. Schachspielen kann man dann, mit Gymnastik fit bleiben, egal wie alt man ist – und das alles selbstverständlich barrierefrei, denn auch Rollstuhlfahrer sollen die neuen Möglichkeiten genießen können.

Rund eine Million Euro wird der Spaß kosten. Dreiviertel davon stammen aus der Städtebauförderung des Landes und Leader-Mitteln der Europäischen Union.

Warum es erst jetzt losgeht mit der Umgestaltung

Lange, rund sechs Jahre, hat es gedauert bis die Baumaschinen auf dem Platz liefen, denn bereits seit 2015 soll der Ort ein neues, attraktives Zentrum bekommen. „Corona und eine private Klage haben uns lange ausgebremst“, bedauert der Ortschef. Die Normenkontrollklage hat das Projekt allein schon um ein Jahr zurückgeworfen.

Im Projekt enthalten ist auch ein kleiner Buswendeplatz, denn der Dorfplatz steht ja bald dafür nicht mehr zur Verfügung.
Auch im Umfeld der Kirche, an der Hauptstraße, soll Greimerath attraktiver werden. Eine Platzgestaltung und mehr Verkehrsübersicht in der Hauptstraße ist dabei das Ziel.

Drei Gebäude müssen dafür weichen. „Beim Haus Nr. 74 waren die Angebote der Abrissfirmen zu hoch, das müssen wir neu ausschreiben“, erklärt Schmitt. Auch diese Arbeiten werden durch die Städtebauförderung mit 75 Prozent bezuschusst. Das ehemalige Haus Schiffmann, direkt neben der Auffahrt zum Kirchenparkplatz, ist verkauft. Es steht unter Denkmalschutz und wird aufwendig saniert. So will Greimerath auch im Umfeld der Kirche bald ein aufgewertetes Bild abgeben.

Wo in Greimerath ein Neubaugebiet entstehen soll

Auf die Umsetzung des Baugebietes „Im Lochgarten“ am Ende der Brittener Straße hofft jetzt der Dorfchef, denn: „Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen. Der Plan wird offengelegt.“ Die Stellungsnahmen von Fachbehörden und Träger öffentlicher Belange, wie etwa Naturschutzverbänden, werden eingeholt und im Ortsgemeinderat diskutiert. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Erschließungsarbeiten für 27 Baustellen ausgeschrieben werden. Das Projekt macht der Paragraf 13b des Baugesetzbuches möglich, wonach 10.000 Quadratmeter am Ortsrand ohne Ausgleichsflächen erschlossen werden können. Die Bundesregierung hat diese Regelung bis Ende 2024 verlängert.

„Es gibt viel Interesse, vor allem von jungen Leute aus dem Dorf“, sagt Schmitt, und ist deshalb sicher, dass die Bauparzellen auch zügig vermarktet werden können. Sein Wunsch für 2022 lautet: „Die Vereine sollen wieder unbegrenzt und ohne Corona ihre Kultur und Sport leben können.“ Und er erweitert den Wunsch: „Dieser unsägliche Krieg in der Ukraine soll sobald wir möglich beendet werden.“