Gremium mit bekannten Gesichtern

Als erste Kommune der Verbandsgemeinde Hermeskeil hat Reinsfeld die konstituierende Sitzung einberufen. Stärkste Fraktion im 16-köpfigen Ortsgemeinderat ist nach wie vor die SPD - nun allerdings gefolgt von der Offenen Wählerliste (OWL) statt wie bisher der CDU.

Reinsfeld. Mit vielen bekannten Gesichtern hat sich in Reinsfeld der neu gewählte Ortsgemeinderat konstituiert. Allerdings mit einem leicht veränderten Kräfteverhältnis der Fraktionen. Die stärkste Gruppe ist zwar weiterhin die SPD, die bei der Kommunalwahl 44,6 Prozent der Stimmen erhielt, mit nach wie vor sieben Sitzen (siehe Extra).
Als zweitstärkste Fraktion konnte sich nun aber die Offene Wählerliste (OWL) von Paul Port durchsetzen. Sie erhielt 28,5 Prozent der Stimmen und damit fünf Sitze, so dass sich die CDU (26,9 Prozent) mit nunmehr vier, einem weniger als bisher, begnügen muss. Bemerkenswert ist, dass die OWL dennoch nicht auf den Posten eines Beigeordneten pochte. Die Gemeindespitze bleibt folglich unverändert. Ortsbürgermeister Rainer Spies, bei der Kommunalwahl mit 74 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt, werden künftig die gleichen Beigeordneten unterstützen wie bisher. Hans-Peter Philipp (CDU) wurde von den 14 anwesenden Ratsmitgliedern einstimmig, Günther Muno (SPD) mit elf Ja- und drei Nein-Stimmen bestätigt.
Nach der formellen Ernennung des alten und neuen Gemeindechefs, der die einzelnen Räte per Handschlag verpflichtete, bedankte sich Spies für das Vertrauen der Bürger. Als er vor 15 Jahren erstmals als Ortsbürgermeister angetreten sei, hätte er nicht gedacht, das Amt so lange auszuüben. Es habe sich einfach so ergeben, und die Arbeit mache ihm immer noch Spaß. Eines habe sich in all den Jahren allerdings immer wieder bestätigt: "Wenn man gemeinsam die Dinge anpackt, kann man auch etwas erreichen." Dennoch würden die Aufgaben nicht weniger, sondern es rückten immer neue in den Vordergrund. So wie aktuell die Sanierung des Sportlerheims und des Kindergartenaltbaus, die Erneuerung weiterer Spielplätze und natürlich der weitere Ausbau von Ortsstraßen wie demnächst der Kaulenstraße. Schon am 8. Juli werde der neue Rat über den neuen Haushaltsplan beraten. Bleibe nur zu hoffen, so Spies, "dass das Thema Windkraft nicht zerredet wird und letztlich nichts dabei herumkommt". Reinsfeld müsse daher mehr denn je für jede einzelne Anlage kämpfen: "Wir wollen unseren Nachkommen keine Schulden hinterlassen." Bürgermeister Michael Hülpes wünschte dem neuen Rat nicht nur alles Gute, sondern gratulierte auch ausdrücklich dem bisherigen Ortsgemeinderat. Und zwar für seinen Mut, "das Problem der Erneuerung der Innerortsstraßen so couragiert angegangen zu sein".
Extra

Für die SPD sitzen im neuen Rat: Gabriele Wollscheid, Peter Kunz, Gieselind Roßmann, Stefan Weber, Günther Muno, Eugen Spies und Uwe Roßmann. Für die OWL: Paul Port, Werner Mannerhans, Wolfgang Stüber, Jürgen Schirra und Michael Müller. Für die CDU: Klaus Wahlen, Andreas Weist, Esther Mergens-Wahlen und Hans-Peter Philipp. Die beiden Beigeordneten kündigten an, ihr Ratsmandat zur Verfügung zu stellen, was von den Regularien her erst in der nächsten Sitzung möglich ist. Für Philipp wird Frank Eiden nachrücken, für Muno Alexander Keuper. Ortsbürgermeister Spies (SPD) nutzte die Möglichkeit, sein Mandat im Rahmen der Sitzung zur Verfügung zu stellen. urs