Grimburg stellt Kreisfeuerwehrchef
Der Kreisfeuerwehrverband Trier-Saarburg hat einen neuen Vorsitzenden: den Grimburger Wehrführer Frank Zühlke.
Grimburg. Dass er für einen Vorsitzenden aller Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Trier-Saarburg auffallend jung ist, lässt Frank Zühlke nicht gelten. Seine Vorgänger hätten ja auch mal jünger angefange. Der 38-Jährige ist überzeugt, keine Ausnahme zu bilden. Entsprechend unspektakulär ist die Wahl des Grimburger Wehrführers zum Chef des Kreisfeuerwehrverbandes gewesen. Von Seiten des Vorstandes gefragt, ob er an dem Amt interessiert sei, ist Zühlke letztlich als Einzelkandidat angetreten.Tolerantes Umfeld ist unerlässlich
Dem Familienvater ist bewusst, dass er sich mit seiner Entscheidung reichlich Arbeit aufgebürdet hat. Etliche Sitzungen werden seinen Terminkalender füllen und auch jede Menge Feste und Ehrungen. Auf die Frage, ob er schon ermessen kann, in welchem Umfang das neue Amt sein bisheriges Leben umkrempeln wird, antwortet er schmunzelnd: "Nicht wirklich - und ich will es auch nicht wissen." Auch seine Frau wolle das gar nicht so genau wissen. Man müsse schon eine tolerante Partnerin haben und eine verständnisvolle Familie. Der jüngste ihrer fünf Jungs sei aber schon 18, sodass ihn vor allem seine Frau künftig vermissen dürfte. Abgesehen von der privaten Unterstützung weiß Zühlke auch die seines Arbeitgebers, des Longuicher Fliesenzentrums, zu schätzen. "Mein Chef ist sehr tolerant", lobt er dessen Herz für die Feuerwehr.Er selbst ist seit 1983 dabei, als Alfred Herloch, sein heutiger Stellvertreter in Grimburg, die Jugendfeuerwehr gegründet hatte. 1987 trat der Floriansjünger der aktiven Wehr bei, für die er sämtliche Lehrgänge vom Maschinisten bis zum Atemschutz absolvierte. Wehrführer im Ort, der sich im Kreisfeuerwehrverband einen Namen erarbeitet hat, ist er seit 2003. "Ich war eigentlich immer präsent", bilanziert er etwa die erfolgreichen Teilnahmen am Geschicklichkeitsfahren, mit dem er den Kreis zweimal auf Landesebene vertreten hat. Parallel dazu engagiert sich Zühlke auf Verbandsgemeindeebene. Die Zusammenarbeit mit Hermeskeils Wehrleiter Christoph Borresch sei sehr gut. Das Gleiche gelte für die Arbeit mit den Nachbarwehren von Gusenburg, Kell, Reinsfeld und Wadrill.Sein Ziel: ein neues Feuerwehrhaus für Grimburg
Über sein lokales Engagement hinaus ist sich der neue Feuerwehrchef der Probleme bewusst, mit denen Wehren künftig zu kämpfen haben. Das eine sei die finanzielle Ausstattung. Es werde immer schwieriger, etwas finanziert zu bekommen. Dabei stünden mit der Umstellung auf "Digi-Funk" hohe Investitionen an. Parallel dazu ist laut Zühlke ein nachlassendes Verständnis der Arbeitgeber für die Wehren festzustellen. "Die Leute bekommen immer weniger frei", bedauert er das auch vor dem Hintergrund schrumpfender Aktivenzahlen.Ungeachtet dieser Sorgen liegt ihm eines besonders am Herzen, der Feuerwehrhaus-Neubau im Ort: "Das ist mein Traum, meine Lebensaufgabe als Wehrführer." Das bisherige Domizil in der alten Schulscheune war immer wieder zu klein und ständig ausgebaut worden. Daher will der Förderverein für den Neubau einiges auf sich nehmen. Abgesehen von knapp 15 000 Euro "auf der hohen Kante" will die Wehr 80 000 Euro in "Muskelkraft" beisteuern. Weitere 50 000 Euro sollen über Sponsoren rein: "Da gehen wir demnächst für betteln", kündigt Zühlke an. Wer dazu etwas beisteuern will, kann an den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Grimburg spenden, Konto 14 000 81 bei der Volksbank Hochwald, Bankleitzahl 585 647 88.