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Großalarm im Kreis Trier-Saarburg: Privatforst bei Staadt in Flammen – Zwei Verletzte – 20 Wehren löschen den Brand

Großalarm im Kreis Trier-Saarburg: Privatforst bei Staadt in Flammen – Zwei Verletzte – 20 Wehren löschen den Brand

Alle Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Konz und zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Kreis Trier-Saarburg sowie dem Saarland sind am Mittwochnachmittag wegen eines Waldbrandes bei Kastel-Staadt alarmiert worden. Der extrem schwierige Einsatz dauerte bis in die Nacht.

Den gestrigen Abend hatten sich die Feuerwehrleute in der Verbandsgemeinde Saarburg anders vorgestellt. Geplant war, einige Kameraden für ihre langjährigen Verdienste in der Freiwilligen Feuerwehr zu ehren und mehrere neugewählte Wehrführer zu vereidigen. Doch aus der Feierstunde in Trassem wurde nichts.

Stattdessen mussten alle Freiwilligen Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Saarburg ausrücken. Gegen 15 Uhr waren sie zunächst wegen eines Flächenbrandes zwischen Staadt und dem Saarburger Ortsteil Krutweiler alarmiert worden. Aber schnell war klar, dass die alarmierten Kräfte nicht ausreichen würden, den Brand auf einer Privatfläche im Steilhang zu löschen. Gegen 17 Uhr wurden weitere Wehren aus dem Kreis Trier-Saarburg, aus Mettlach und Merzig sowie die Berufsfeuerwehr der Stadt Trier alarmiert.

Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrmänner verletzt, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Das größte Problem des Einsatzes bestand darin, das nötige Wasser an den Brandherd zu bekommen. Dazu verlegten die Wehrleute unter anderem eine mehrere Hundert Meter lange Wasserleitung in den Wald. Außerdem wurden drei Löschgassen eingerichtet, um eine Ausweitung der Flammen in Richtung Staadt und Krutweiler zu verhindern.

Flächenbrand bei Kastel-Staadt  greift auf Wald über - Vermutlich ein Verletzter

Rund 170 Feuerwehrleute aus 20 Wehren waren in voller Montur in dem steilen, mit Bäumen bewachsenen Gelände unterwegs, um aufflammende Brandherde zu löschen. Dazu wurden die mit Atemschutz ausgerüsteten Einsatzkräfte von den Höhenrettern zum Teil in den Hang abgeseilt. "Das waren extreme Einsatzbedingungen", sagt Michel Bidinger, einer der Pressewarte der VG-Feuerwehr.

Zur Brandursache konnte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Jürgen Dixius, bis Redaktionsschluss keine Angaben machen. "Wichtig ist, dass wir den Brand unter Kontrolle bringen. Dann können wir Ursachenforschung betreiben", sagte er im TV-Gespräch am Einsatzort.

Dixius schätzt, dass rund zehn Hektar Privatwald - das entspricht der Größe von 14 Fußballfeldern - abgebrannt sind. Laut Polizei entstand ein Schaden in Höhe von 20.000 Euro.

Gerade die Trockenheit in den vergangenen zehn Tagen und der Wind hätten das Feuer angefacht, so dass sich das anfangs kleine Feuer schnell ausgebreitet habe. Die Löscharbeiten dauerten wegen des humushaltigen Bodens bis in die späten Abendstunden.