Große Leistung bringt gute Bewertung
Naurath/Wald · Das Deutsche Wanderinstitut bewertet die 5-Täler-Tour, die fünfte Prädikats-Traumschleife in der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, mit 72,19 von möglichen 100 Punkten.
Naurath/Wald. Die fünf Täler mit Wegen entlang schattenspendender Bäume punkteten bei der Eröffnungswanderung. Die Prüfer, die vorab die um Naurath/Wald führende Traumschleife 5-Täler-Tour erkundeten, waren vor allem von den Panoramen beeindruckt. Von dem knapp 400 Meter hoch gelegenen Dorf aus bieten sich Fernsichten bis weit in die Eifel hinein. Wer mutig ist, kann zudem in Tälern wie dem der Kleinen Dhron Höhlen erforschen. Eine davon führt 24 Meter tief in die Erde, und in einer zweiten, einer Erzgrube, leben Fledermäuse. Das Deutsche Wanderinstitut bewertete die Route, die im guten Mittelfeld der Traumschleifen liegt.
Der 8,2 Kilometer lange Rundweg des Premiumfernwanderweges Saar-Hunsrück-Steig (SHS) ist mit 72,19 Punkten von möglichen 100 und mindestens erforderlichen 60 Punkten zertifiziert worden. Drei Jahre gilt dieses Wandersiegel. Danach wird die Traumschleife - wie auch die anderen acht Prädikatsstrecken in den Verbandsgemeinden (VG) Hermeskeil und Kell (siehe Extra) - neu bewertet. Die Urkunde des Deutschen Wanderinstituts überreichte Lisa Grandke vom SHS-Projektbüro an Nauraths Ortsbürgermeister Werner Weber. Er dankte allen, die geholfen haben, die Traumschleife zu realisieren: den Waldarbeitern des Forst-Zweckverbandes Büdlicherbrück, Wegewart Andreas Ludwig, Claudia Fuchs als Leiterin der Tourist-Information Hermeskeil und den Ratsmitgliedern. Nur die Nähe der Autobahn habe die Bewertung etwas nach unten gedrückt. Doch dafür erwarteten Wanderer zwei tolle Einkehrmöglichkeiten, Rüssels Landhaus von Sternekoch Harald Rüssel und die Pension/Gasthaus Wilddieb.
Abwechslungsreiche Route
Mit 32 Wanderern war die Gruppe, die auf die Eröffnungswanderung auf die 5-Täler-Tour ging, klein. Angemeldet hatten sich etwa doppelt so viele, die sich aber wegen der hohen Temperaturen nicht auf Wanderschaft begaben. Engelbert Klassen aus Naurath ließ sich das Erlebnis aber nicht nehmen. Hinterher sagte er allerdings: "Es war heiß, sehr heiß." Dabei habe der Weg größtenteils durch Wald geführt, wo die Hitze relativ gut auszuhalten gewesen sei. Doch über freie Strecken zu wandern, sei schon extrem gewesen. Genossen hat er die Route, die abwechslungsreich und gut zu schaffen sei, aber doch: "Das war wirklich herrlich." Das Urteil der Nauratherin Dagmar Kucher fiel ähnlich aus. Die Strecke sei "supertoll" und sehr gut ausgeschildert, lobte sie. Manche der teils quer durch die Hänge verlaufenden Pfädchen seien neu angelegt oder mühsam freigeschnitten worden. Da stecke "eine Riesenarbeit" drin.
Wieder zurück am Bürgerhaus sehnten sich selbst Vielwanderer wie Claudia Fuchs vor allem nach einer Dusche. Glücklicherweise seien mehrere Stationen mit Erfrischungsgetränken entlang der Strecke aufgebaut gewesen. Schön sei aber auch, dass alle wohlbehalten zurückgekehrt seien, und die Wanderer seien "hin und weg von tollen Ausblicken".
Für Bürgermeister Michael Hülpes machten die fünf Täler entlang der Route - und es seien tatsächlich so viele - den Reiz der Traumschleife aus. Außerdem lobte auch er die Eigenleistung und die Leidenschaft, mit der am Rundweg gearbeitet worden sei. urs
Extra
Mit den 72 Punkten positioniert sich die neue Route in der Mitte der nun fünf Traumschleifen der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil. Die Best-Bewertung von 84 von 100 möglichen Punkten hat die um Rascheid und Geisfeld führende Königsfeldschleife. Es folgen Reinsfelds Frau Holle (73), Nauraths 5-Täler-Tour (72), Beurens Rockenburger Urwaldpfad (71) und Neuhüttens Dollbergschleife (65). Von den vier Traumschleifen in der VG Kell führt die Henterner Ruwer-Hochwald-Schleife mit 82 Punkten die Liste an, gefolgt von der um Kell und Waldweiler führenden Hochwald Acht (65), dem Greimerather Höhenweg (62) und dem Schillinger Panoramaweg (60). urs