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Große Projekte und riesige Rücklage

Große Projekte und riesige Rücklage

Ein ausgeglichener Haushalt ist schon eine Rarität in der Verbandsgemeinde Kell am See. Wenn zugleich aber noch eine Rücklage im sechsstelligen Bereich erwirtschaftet wurde, dann ist das schon beachtenswert.

Paschel. (hm) Rund 270 Einwohner hat die Hochwaldgemeinde, die sich in den vergangenen Jahren zu einem ansehnlichen Ort gemausert hat, dessen Bauparzellen bis in das benachbarte Luxemburg Interessenten finden.Zwei Neubaugebiete haben die Gemeindeväter ausgewiesen und gerade mal zwei Parzellen stehen noch zum Verkauf an. "Eine davon ist so gut wie verkauft", kommentierte Ortsbürgermeister Erich Thiel. Dass die Gemeinde mit dem diesjährigen Haushalt so richtig protzen kann, ist sicher kein Zufall. "Wir haben das unsere auch dafür getan und nichts dem Zufall überlassen", sagte Thiel. "Auch die Entwicklung war auf unserer Seite und so können wir unbesorgt in die Zukunft sehen.""Mir bleibt nichts weiter übrig, als zu dieser Leistung zu gratulieren", freute sich auch Bürgermeister Werner Angsten, der anschließend dem Rat den Haushalt offerierte. "So ein Haushalt sucht seinesgleichen." Aber Angsten hat auch eine Begründung zur Hand: "Hier in der Gemeinde werden eine Fülle an Eigenleistungen und ehrenamtlichen Handlungen eingebracht." Deshalb gibt es noch eine gute Meldung: Eine Kreditaufnahme ist in diesem Jahr nicht erforderlich.Der Ausbau der innerörtlichen Kreisstraßen ist bis auf den Feinbelag so gut wie abgeschlossen. Doch nun steht die Sanierung eines Teilstücks der Brunnenstraße bevor. Wer Kostenträger sei, wollten einige Anlieger wissen. "Es verhält sich so, wie bei dem Gehweg und den Beleuchtungsanlagen der neuen Straße. Die Beträge werden auf den gesamten Ort umgelegt", erklärte Thiel. "Es kommt allerdings nicht zu einer Komplettsanierung, sondern nur zu einer Erneuerung der Tragschicht und der Bordsteine auf nur einer Seite."Einige Zuhörer plädierten für einen beidseitigen Bordsteinausbau. Der Rat war dagegen: "Dann haben wir fast einen Vollausbau, der die Kostenvorstellung übersteigt." Die Biothop-Pflege am Ortsausgang von Paschel wird den Betrag von 6000 Euro aufbrauchen. Für die Pascheler kein Problem. Angsten: "Die Kosten sind mit 100 Prozent Förderungsgeldern abgedeckt." EXTRA

Der Verwaltungshaushalt verbucht in den Ein- und Ausgaben 188 400 Euro (Vorjahr 166 800 Euro). Voraussichtliche freie Finanzspitze: 17 350 Euro. Der Vermögenshaushalt schlägt mit 386 900 Euro zu Buche und bildet eine Rücklage von rund 200 000 Euro. Der Gemeindeanteil an der Eigentumssteuer ist auf 60 500 Euro, die Gewerbesteuer von 2000 auf 4000 Euro, die Schlüsselzuweisungen von 44 366 auf 55 320 Euro gestiegen. (hm)