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Großprojekt in der Ortsmitte: Ab 2021 wird in Kell für Senioren gebaut

Großprojekt in der Ortsmitte : Ab 2021 wird in Kell am See für Senioren gebaut

Der Gemeinderat hat die Weichen für ein Projekt des Roten Kreuzes gestellt. In der Ortsmitte entstehen für vier Millionen Euro altersgerechte Wohnungen und eine Tagespflege. In der Nähe will die Gemeinde den Kirmesplatz neu gestalten.

Bis Ende des Jahres müssen sich die Einwohner von Kell am See von ihrem alten Pfarrhaus mit Pfarrgarten verabschieden. Es wird einem Neubau für Servicewohnen und für eine Tagespflege-Einrichtung weichen, in den der Landesverband des  Deutschen Roten Kreuzes (DRK) rund vier Millionen Euro investiert. „20 Wohnungen für Senioren entstehen und 18 Tagespflegeplätze“, erklärte Achim Tröger, Architekt im Mainzer Büro von Andreas Horn, welches vom Roten Kreuz mit der Umsetzung des Projektes beauftragt wurde.

Nach dem Seniorenzentrum in Kell vor 15 Jahren und dessen Erweiterung ist das neue Haus das dritte DRK-Projekt in dem Hochwaldort. Gebaut wird ab Anfang nächsten Jahres. Nach 15 Monaten soll das neue Haus fertig sein.

„Menschen sollen dort alt werden können, wo andere Urlaub machen“, lautet die Philosophie von Ortsbürgermeister Markus Lehnen. Eine Bedarfserhebung habe gezeigt, dass der Bau notwendig sei. Das Gelände wird laut Lehnen für 99 Jahre im Rahmen eines Erbbaupachtvertrags an das DRK übergehen.

Für den Ortschef ist das ein städtebaulicher Meilenstein, der mit weiteren Projekten wie der Neugestaltung einer Bühne am Kirmesplatz und renovierten Häusern innerhalb des Sanierungsgebietes in Kell am See neue Maßstäbe setze. „Bei uns passt die Städtebauförderung des Landes“, findet Lehnen.

„Dieser Standort ist genau richtig für unsere Investition“, sagte Gerhard Lenzen, beim Landesverband des DRK zuständig für die Soziale Arbeit. Er lobte auch die Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde Kell.

Die Wohnungen werden laut DRK 37 bis 72 Quadratmeter groß sein, barrierefrei und einige auch rollstuhlgerecht. Es gibt entweder Terrasse oder Balkon.

Was dem Ortsgemeinderat wichtig war: Das neue Gebäude wird nicht höher als das frühere Pfarrhaus und fügt sich deshalb optimal ins Ortsbild ein. Der dörfliche Charakter soll sogar zusätzlich betont werden. Westlich und südlich werden Hecken die Abgrenzung bilden, deren Höhe noch mit den Nachbarn abgesprochen werden soll. Die Begrenzung für die Höhe des Gebäudes liegt genau auf der Höhe der Kirche, der auch noch eine umfassende Sanierung bevorsteht. Damit soll das Ortsbild in diesem Bereich weiter aufgewertet werden.

„Jetzt oder nie“, sagten sowohl Ortsbürgermeister Lehnen als auch CDU-Fraktionssprecher Johannes Reitz zum Bau einer Bühne mit Nebenräumen auf dem Kirmesplatz in unmittelbarer Nähe des Kirchenareals. Denn aktuell seien für das Projekt noch Zuschüsse zu bekommen. Allerdings musste der Rat zunächst 221 700 Euro an bislang nicht eingeplanten Kosten beschließen. Die Ratsmitglieder waren jedoch einhellig der Meinung, dass nur so der Platz in Zukunft besser genutzt werden könne, als lediglich für die drei Tage dauernde Kirmes Ende August. „Ich will bei unserer nächsten Kirmes auf der neuen Bühne das erste Fass Bier anstechen“, wünschte sich Ortschef Markus Lehnen. Die Arbeiten dafür sollen unverzüglich beginnen.