Großprojekt zur Dorferweiterung

Ein Volumen von fast einer Million Euro umfasst ein Projekt, das der Gemeinderat Wawern einstimmig auf den Weg gebracht hat. Erschlossen werden sollen die Neubaugebiete Beneförstchen und Hochwald II. Die Arbeiten auf dem Areal unterhalb des Sportplatzes können im Spätsommer beginnen.

Wawern. Die Planung vom Trierer Büro Boxleitner steht. Das Ausschreibungsverfahren ist abgeschlossen. Vor der Abstimmung erteilte Ortsbürgermeister Franz Zebe das Wort an Planer Kurt Müller vom Büro Boxleitner, der das in mehreren Ratssitzungen und Ausschüssen diskutierte Projekt in seiner endgültigen Form erläuterte.
Im Baugebiet Beneförstchen sollen 30 Baugrundstücke in der Größe zwischen 500 und 1000 Quadratmetern entstehen. Im kleinen Teilgebiet Hochwald II kommen vier weitere Grundstücke hinzu. Als direkte Anbindung an das Baugebiet dient die Saarburger Straße (L 137). Im Inneren des Geländes werden die Baugrundstücke über eine 420 Meter lange Ringstraße erschlossen, die mit beiderseitigen Gehwegen sechs Meter Breite hat. Vorgesehen ist eine Querverbindung vom oberen Ringstraßenbereich zu einem neuen Parkplatz an der Sportanlage mit 45 Stellplätzen. Ebenfalls geplant ist ein neuer Kinderspielplatz. Vorarbeiten erfordert die heute noch diagonal unter dem Gelände hindurchführende Trinkwasserleitung. Sie wird an den Rand des Erschließungsgebiets verlegt und soll an die Versorgung der Baugrundstücke angeschlossen werden.
Während das Schmutzwasser der Haushalte über die geplante Kanalisation ins Klärsystem fließt, erfolgt die natürliche Oberflächenentwässerung des künftigen Wohngebiets über eine 1000 Quadratmeter umfassende Versickerungsfläche am südwestlichen Ende des Areals. Die Erschließung soll nach den Sommerferien beginnen.
Zentrales Thema jeder Auftragsvergabe ist das Ausschreibungsergebnis: Acht Gebote waren eingegangen. Günstigster Bieter mit etwa 950 000 Euro war laut Müller die Saarburger Firma Clemens. "Das ist schon ein Bonbon, wenn man bedenkt, dass unsere ursprüngliche Schätzung bei 1,5 Millionen Euro lag", sagte Müller. Derzeit sei die Situation für Auftraggeber sehr günstig, denn "auf dem Baumarkt ist die Hölle los. Es herrscht ein Hauen und Stechen mit Kampfpreisen". Am Ende würden einige Firmen auf der Strecke bleiben. Ebenfalls vergeben wurde der Auftrag für die Straßenbeleuchtung des Neubaugebiets. Die Ratsfraktionen waren sich einig, dass nur energiesparende LED-Lampen infrage kommen. Die seien in der Anschaffung zwar teurer als gelb leuchtende Quecksilberdampflampen, bei Neubaugebieten inzwischen aber Standard. Der Auftrag für die Verkabelung der Straßenbeleuchtung in Höhe von 53 700 Euro ging ebenfalls an Clemens aus Saarburg. f.k.

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