Kommunalwahl Klare Verhältnisse im Verbandsgemeinderat Konz

Konz · Die Wahl in der Verbandsgemeinde Konz hat einen klaren Verlierer. Bündnis 90/Die Grünen verliert gleich drei Sitze. Wie sich das neue Gremium zusammensetzt.

 Wählen im Museum: Das war am Sonntag im Wahllokal im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz möglich. Foto: Andreas Sommer

Wählen im Museum: Das war am Sonntag im Wahllokal im Freilichtmuseum Roscheider Hof in Konz möglich. Foto: Andreas Sommer

Foto: Andreas Sommer

Der klare Sieger bei der Wahl des Verbandsgemeinderats Konz ist die CDU. Mit 37,8 Prozent kommt sie an ein Ergebnis, von dem die Partei auf Bundesebene nur träumen kann. In Wellen, wo sie ihr stärkstes Ergebnis in der VG erzielt hat, haben sogar 52,9 Prozent der 313 Wähler ihr Kreuz bei der Union gemacht. Im Ergebnis stellen die Christdemokraten 15 Mitglieder des 40-köpfigen Verbandsgemeinderats Konz. Das sind genauso viele wie bisher.

Anders sieht das bei der FWG aus. Die holt 21,6 Prozent und kommt damit auf neun Sitze. Das sind gleich drei mehr als im bisherigen Gremium und sogar einer mehr als nach der Wahl 2014. Die SPD erzielt mit 20,5 Prozent hingegen exakt das gleiche Wahlergebnis wie 2019 und stellt auch weiterhin acht Ratsmitglieder.

Der große Verlierer der Wahl auf Ebene der Verbandsgemeinde: Bündnis 90/Die Grünen. Kam die Partei 2019 noch auf 17,5 Prozent und sieben Sitze, sind es diesmal nur noch 10,5 Prozent und vier Mandate. Die FDP schickt hingegen einen Vertreter mehr als bisher in den Rat und besetzt drei Sitze. Einen Sitz bekommt die Partei Die Linke. Die AfD hat anders als 2019 keine Liste für die VG Konz aufgestellt und ist somit nicht in dem Gremium vertreten.

Schaut man sich die Listen genauer an, fällt auf, dass die CDU auf jeden Fall einen neuen Fraktionsvorsitzenden als in den zurückliegenden Legislaturperioden braucht. Der Grund: Josef Weirich ist nicht mehr angetreten. Auf Listenplatz 1 steht Bernhard Henter, der auch im Kreistag und im Stadtrat CDU-Fraktionssprecher war. Auf Platz 2 steht völlig überraschend der neue Oberemmeler Ortsvorsteher Alois Kirchen, der von Platz 22 aufgerückt ist.

Bei der FWG gab es ebenfalls sehr große Sprünge. Den größten hat Hermann-Josef Benzkirch (amtierender Ortsvorsteher in Oberemmel) gemacht: von 30 auf 6. Auch Kerstin Röhlich-Pause (15 auf 4), Philipp Benzkirch (19 auf 5), Lukas Tapp (13 auf 7) und Lucas Kugel (16 auf 9) sind in den Rat gewählt worden. Ähnlich sieht es bei der SPD aus, wo Lothar Rommelfanger (13 auf 1) und der Konzer Stadtbürgermeisterkandidat Kevin Mangrich (24 auf 5) die vorsortierte Liste durcheinanderwirbeln.

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