Grünes Licht für Mittagsbetreuung

Grünes Licht für Mittagsbetreuung

TAWERN. Die Mittagsbetreuung an der Grundschule Tawern ist gesichert. 21 Anmeldungen liegen der Verbandsgemeinde-Verwaltung Konz inzwischen vor – 15 hatte sie als Mindestzahl vorgegeben. Nach den Sommerferien soll das Angebot starten (TV vom 25. Januar).

Karla Kroon ist glücklich. Als Mit-Initiatorin der Mittagsbetreuung an der Grundschule Tawern hat die vierfache Mutter, SPD-Mitglied im Ortsverein Tawern sowie im Verbandsgemeinderat Konz, ihr Ziel erreicht. Nicht einmal ein Jahr hat es gedauert, bis eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung gefunden war. Umsetzung nach weniger als einem Jahr

Am 10. März vergangenen Jahres habe der SPD-Ortsverein Tawern sowie eine mit dem Thema betraute Arbeitsgemeinschaft der Verbandsgemeinde (VG) Konz einen Informations-Abend zum Thema Ganztagsschule veranstaltet. Um Möglichkeiten innerhalb der gesamten VG sei es dabei gegangen, nicht allein für die Tawerner Familien, berichtet Kroon. 20 positive Rückmeldungen

"Nach diesem Auftakt habe ich mich mit einer anderen Mutter zum Brainstorming zusammengetan und überlegt, wie wir für Tawern zu einer vernünftigen Lösung in dieser Frage kommen könnten." Einen unverbindlichen Fragebogen zum Bedarf hätten sie bereits im vergangenen Jahr an die Eltern der Grund- und Vorschulkinder verschickt. Mehr als 20 positive Rückmeldungen hätten sie damals bekommen. Ortsbürgermeister Josef Weirich habe die Idee von Anfang an engagiert unterstützt. "Die Lösung, die jetzt nach den Sommerferien umgesetzt wird, ist im Grunde genau das, was wir der Verwaltung vorgeschlagen hatten", erklärt Karla Kroon gegenüber dem TV. Wichtig seien ihr und ihren Mitstreiterinnen gewesen, dass die Betreuung in der Schule erfolge, ein Mittagessen angeboten werde und dass Hausaufgabenbetreuung sowie eine Betreuung auch teilweise in den Ferien gewährleistet seien. Karla Kroon: "Das alles haben wir jetzt, und deshalb sind wir absolut zufrieden. Und ich muss sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, denn diese Geschichte ist mein Kind." Ihr sei das Angebot nicht allein als Elternteil wichtig, sondern auch im Hinblick auf das Gemeindeleben. "Wir müssen etwas für die Wohn-Attraktivität in unserem Ort tun, und diese Mittagsbetreuung stellt eindeutig ein dickes Plus dar." Dabei wird sie selbst, beziehungsweise ihr Kind, nicht mehr von dem Angebot profitieren, für das sich Karla Kroon stark gemacht hat: "Mein Sohn wechselt auf die weiterführende Schule. Auch wenn unsere Familie nichts mehr davon hat, ist es wichtig, dass man sich um solidarischen Weitblick bemüht." Bernd Henter, Erster Beigeordneter der VG und dort zuständig für den Geschäftsbereich Jugend, Soziales, Kindergärten, Schulen und Sport, bestätigt die 21 Anmeldungen. Maximal vier weitere seien noch zu verkraften, informiert er. Die Ausschreibung für eine Erzieherin sei auf den Weg gebracht. Die Fachkraft müsse voraussichtlich 26 Wochenstunden plus zusätzliche Stunden während einer Woche in den Oster- und drei Wochen in den Sommerferien arbeiten.Kosten von rund 50 000 Euro

Wahlweise bis 14 oder 16.30 Uhr können die Kinder künftig in der Schule bleiben. In dieser Zeit werden sie bei den Hausaufgaben beaufsichtigt, können auch drinnen sowie im Freien spielen. Rund 50 000 Euro koste die VG das Projekt. Dabei entfallen nach Berechnung der Verwaltung rund 30 000 Euro auf Personalkosten, einmalig müssten 20 000 Euro für Mobiliar und eine Küchenzeile investiert werden.

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