Grundschüler pflanzen an der Beurener Fischerhütte 250 Buchen

Grundschule Beuren : Für die gute Luft und fürs Klima

Grundschüler haben an der Beurener Fischerhütte 250 Buchen gepflanzt. Unterstützt wurden sie von den Revierförstern.

Schule schwänzen für Umwelt und Klimaschutz? Beurener Grundschüler zeigen, dass das auch anders geht. Im Rahmen eines Schulprojektes pflanzten etwa 50 Dritt- und Viertklässler, unterstützt von Lehrern und Forstmitarbeitern, 250 Buchen.

Die jungen Bäume unter die hohen Fichten zu pflanzen sei gut für die Vielfalt und für die Umwelt, erklärte Beurens Revierförsterin Sandra Sasse. In „Klumpen“ mit je 50 Pflanzen ließ sie die Buchen im Abstand von etwa einem Meter in den Boden setzten. Und das an einem besonderen Tag, dem „Internationalen Tag der Wälder“. Im Fokus stehen laut Sandra Sasse der Wald und der Klimawandel. Aktuell bereiteten der trocken-heiße Vorjahres-Sommer, in dem sich der Borkenkäfer stark vermehrte, und durch Stürme massenweise gefällte Bäume Sorgen. Die Folgen sind sinkende Einnahmen und Nachteile fürs Klima. Und dafür sollen Menschen sensibilisiert werden. „Wir wollen allen Altersschichten klarmachen, wie wichtig Wald ist, um dem Klimawandel zu begegnen“, betont Sasse. Um gewappnet zu sein, brauche es eine möglichst breite Mischung von Baumarten.

Rektor Dietmar Knippel steht hinter der Aktion im Sinne von „Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Klimaschutz und Waldökologie“. Und das nicht nur, weil Beuren seit etwa einem halben Jahr Naturpark-Schule ist und damit Partner des Naturparks Saar-Hunsrück. Die Baumpflanz-Initiative sei auch gut zu verstehen für die Kinder, mit denen er den Erfolg der Aktion in den nächsten Jahren im Blick behalten will. „Man sieht direkt, was man geschafft hat“, sagt  Knippel und spricht von einem Handeln im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist auch für Peter Meyer, Förster des Beurener Nachbarreviers Büdlicherbrück, ein wichtiger Aspekt. Denn so könnten Schüler „aktiv ihre Zukunft gestalten“. Schließlich sei der geplante Umbau vom oft reinen Nadel- zum Mischwald eine „Generationenaufgabe“.

Die Schüler selbst – darunter Kinder aus Beuren, Bescheid, Geisfeld, Hinzert-Pölert, Naurath, Prosterath und Rascheid – machten begeistert mit. Das mache richtig Spaß, versicherten Anna (9) und Sebastian (9). Und das, obwohl die Arbeit wegen der Steine und Wurzeln im Boden „nicht immer leicht“ sei, wie Sebastian eingestand. Anna freut sich nicht nur, dass die Buchen, die sie pflanzten, den eintönigen Fichtenwald bunter machten. Der Borkenkäfer greife Buchen auch weniger an. Und Bäume seien wichtig für die Umwelt. Sie machten ja „die gute Luft“.

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