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Grundschulen in der VG Hermeskeil bekommen mobile Lüftungsgeräte

Corona : Grundschulen in der Verbandsgemeinde Hermeskeil bekommen nun doch mobile Lüftungsgeräte

Gute Nachricht für alle Grundschulen in der Verbandsgemeinde Hermeskeil: Neben den bereits angeschafften CO2-Warnern sollen nun bald auch mobile Luftreinigungsgeräte in den Klassenzimmern eingesetzt werden.

Wie kann angesichts von Corona die Lüftungssituation in den Klassenräumen der Grundschulen in der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil verbessert werden? Damit hatte sich im November vergangenen Jahres der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) näher befasst. Damals waren Verwaltung und Ausschussmitglieder noch zu dem Ergebnis gekommen, dass sie keine mobilen Lüftungsgeräte anschaffen wollten. Stattdessen wurden sogenannte Co2-Warner besorgt, die die Kohlenstoffdioxid-Konzentration im Klassenzimmer anzeigen und signalisieren, wenn Lüften angebracht ist.

Vor kurzem hat der HFA nun allerdings doch beschlossen, alle fünf Grundschulen in Trägerschaft der VG – also in Hermeskeil, Beuren, Gusenburg, Züsch und Beuren – mit sogenannten Kalt-Plasma-Luftreinigern auszustatten. Es sei erst vor wenigen Tagen „eine neue Situation“ hinsichtlich der verwendbaren Technik und einer möglichen Förderung eingetreten, begründete dies Bürgermeister Hartmut Heck.

Die VG habe von den zunächst vom Umweltbundesamt empfohlenen Geräten Abstand genommen, da deren Einsatz mit erheblicher Geräuschentwicklung verbunden gewesen sei. Zu den deutlich leiseren Kalt-Plasma-Geräten hätten damals noch keine ausreichenden Wirkungsanalysen, was inzwischen aber der Fall sei. Mit dieser Technologie seien auch die „Folgekosten deutlich geringer“, hieß es in der Beschlussvorlage für den Ausschuss. Zudem reiche ein Gerät pro Klassenraum aus.

Laut Heck hatte die VG bei der zuständigen Landesbehörde auch nochmals die Förderfähigkeit solcher Geräte für die Hermeskeiler Grundschulen prüfen lassen. Mit dem Ergebnis, dass eine Förderung möglich sei, sofern die räumliche Situation nur „Stoßlüften“, aber kein „Querlüften“ – also das gleichzeitige Öffnen gegenüberliegender Fenster – erlaube. Die Verwaltung werde daher einen entsprechenden Förderantrag stellen. Die erforderlichen 30 Geräte, die insgesamt rund 45.000 Euro kosten, sind laut Verwaltung kurzfristig lieferbar.