Gusterath geht ans Eingemachte

GUSTERATH. Der Gusterather Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt 2006 beschlossen. Die Gemeinde muss dabei 123 000 Euro aus ihren Rücklagen nehmen, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen und macht erstmals seit sieben Jahren Schulden.

Der Gusterather Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2006 beschlossen. Zuvor hatte der Rat seine Mitglieder und Bürger aufgefordert, Vorschläge zu machen, die im Haushalt berücksichtigt wurden. Bei der Beschlussfassung bemerkte Ortsbürgermeister Günter Scherer, dass die Gemeinden 2005 etwas mehr Geld eingenommen hätten, die finanzielle Lage aber immer noch angespannt sei. "Den Gemeinden fehlt das Geld", sagte Scherer. Schulden für das Baugebiet

Auch Gusterath fehlt 2006 etwas Geld. Die Gemeinde muss etwa 123 000 Euro aus den Rücklagen nehmen, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Zudem muss die Gemeinde zum ersten Mal seit sieben Jahren, so Ortsbürgermeister Scherer, Schulden machen, "weil wir ein neues Baugebiet erschließen wollen". Insgesamt beträgt der Verwaltungshaushalt der Gemeinde 2006 zirka 1,5 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2005 sind das rund 43 000 Euro mehr. Im Verwaltungshaushalt sind 81 000 Euro für die Ausbesserung, Beleuchtung und Entwässerung von Straßen vorgesehen sowie etwa 30 000 Euro für die Planung der Baugebiete, die im Voraus fällig werden. Der Vermögenshaushalt der Gemeinde fällt im Vergleich zum Vorjahr höher aus. "Er ist stark angestiegen. Das liegt daran, dass wir einige Grundstücke in den geplanten Baugebieten kaufen und dort auch eine Vorerschließung machen wollen", sagte Günter Scherer. Die Gründstücke können jedoch eventuell schon in diesem Jahr verkauft werden. Zudem sind im Vermögenshaushalt Ausgaben für einen neuen Traktor (15 000 Euro), Geräteschuppen (5000 Euro), einen dritten Gruppenraum im Kindergarten (18 000 Euro), Spielgeräte für den Fest- und Spielplatz (20 000 Euro), Arbeiten im Baugebiet (100 000 Euro), den Kauf von Grundstücken (400 0000 Euro) und 25 000 Euro für das Bürgerhaus vorgesehen. Der Haushaltsplanentwurf 2006 wurde vom Rat einstimmig beschlossen.