Gute Basis für die Jugendarbeit

SAARBURG. Die Schachfreunde Saarburg/Trier-Pallien haben ein neues Zuhause: Bereits Anfang September bezog der Verein sein ausschließlich in Eigenregie renoviertes Domizil im alten Saarburger Bahnhof. Am Wochenende hatten Interessierte die Gelegenheit, einfach "mal reinzuschauen".

Seit einigen Monaten herrscht wieder mehr Leben im alten, von randalierenden Zeitgenossen stark in Mitleidenschaft gezogenen Saarburger Bahnhof. Bereits Anfang September bezogen die Schachfreunde Saarburg/Trier-Pallien dort ihr neues Domizil. Bevor jedoch die erste Partie "übers Brett" gehen konnte, gab es einiges zu tun. Im Sommer 2005 hatte der Verein zwei Räume des von der Deutschen Bahn an die Stadt Saarburg verpachteten Bahnhofs angemietet. In Eigenregie und mit Unterstützung des städtischen Bauhofs renovierten die Schachfreunde ihre künftige Bleibe. Fußböden wurden verlegt und die Wände verputzt und gestrichen. Auch Toilette und Küche brachten die Liebhaber des königlichen Spiels auf Vordermann. Schließlich musste passendes Mobiliar her - beispielsweise Vitrinen, um die zahlreichen Pokale, die von erfolgreich verlaufenen Turnieren zeugen, unterzubringen. Mehr als 400 Arbeitsstunden vergingen.Nicht ganz billiges Vorhaben

Doch schon lange vor Beginn der Arbeiten stand fest, dass das Vorhaben nicht ganz billig sein würde. Die Vereinsgelder allein reichten nicht zu seiner Verwirklichung. Die Lösung: Sponsoren mussten her. Die Schachfreunde wurden fündig. Neben dem Sportbund Rheinland erklärte sich auch die Sparkasse Trier bereit, Materialkosten zu übernehmen. "Irgendwann hatten wir die Idee, einen Förderkreis zu gründen", berichtet Guntmar Baudner, Vorsitzender der Schachfreunde Saarburg/Trier-Pallien. Kurzerhand habe man zahlreiche Bekannte und Freunde angeschrieben. "Zwar ist die Sache nur schleppend angelaufen, doch am Ende fanden sich etliche Leute, die sich bereit erklärten, uns finanziell unter die Arme zu greifen." Inzwischen zählt der "Förderkreis für den Schachsport in Saarburg" rund 50 Mitglieder. Am Wochenende hatten die Schachfreunde zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, um ihr neues Domizil der Öffentlichkeit vorzustellen. Auch Stadtbürgermeister Jürgen Dixius und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg, Leo Lauer, waren gekommen.Räume im Bahnhof bieten viele Vorteile

Der Eingang zu den Räumen befindet sich auf der Bahnsteigseite des Gebäudes. Schräg gegenüber der Küche, nahe der Eingangstür, liegt der große Übungsraum. Dort können auf mehreren Tischen verschiedene Partien gleichzeitig gespielt werden. Ein "Analyseraum" im hinteren Bereich des Gebäudetrakts, wo sich auch die Toilette befindet, soll beispielsweise der Aufarbeitung von Turnieren dienen. "Im Vergleich mit der Stadthalle, wo wir bisher waren, haben wir im Bahnhof den Vorteil, dass wir die Räume nicht mit anderen Vereinen oder Gruppen teilen müssen", erläutert Guntmar Baudner. "Im Hinblick auf die Nutzung sind wir nicht mehr an bestimmte Zeiten gebunden." Damit habe man eine gute Basis schaffen können, auch künftig eine erfolgreiche Jugendarbeit leisten zu können. Derzeit zählen zu den Schachfreunden 28 Kinder und Jugendliche, die damit rund die Hälfte der Mitglieder ausmachen. Mehr Informationen zum Verein gibt es im Internet unter www.schachfreunde-saarburg.de.