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Gute-Laune-Musik für alle Generationen

Gute-Laune-Musik für alle Generationen

Nach einer mehrjährigen Pause hat die Jugendkapelle Hermeskeil wieder ein eigenes Konzert gegeben. In der Hochwaldhalle waren alle Stühle besetzt.

Hermeskeil. Der Einstieg mit "A Good Start" (Ein guter Start) des niederländischen Komponisten Luigi di Ghuisallo war Programm. Während ihres knapp dreistündigen Konzertes wechselten die etwa 40 Musiker der Jugendkapelle Hermeskeil im Alter von 11 bis 18 Jahren mühelos von leichter zu schwierigerer Kost und von Pop zu Rock zu Klassik oder Marsch. Auf den heiteren Start folgte ein anspruchsvolles Clarinando von R. Comello, mit dem die Solo-Klarinettisten Lena Jubelius und Alexander Becker beeindruckten. Und nach der mal getragenen, mal fröhlichen irischen "Kilkenny Rhapsody" von Kees Vlak bewiesen gleich acht junge Flötistinnen mit "Fandango for flutes" von Jan van der Roost ihr Können. Anschließend entführte die Jugendkapelle Hermeskeil von der Zeit des Barock zu "Tabaluga" und von den 1960er Jahren, als alle noch "Happy Together" waren, in die Abba-Ära.
Die mit Stadtkapellen-Dirigent Gerhard Piroth einstudierte Gute-Laune-Musik steckte an. Die positive Stimmung der Musiker, die konzentriert, aber auch mit sichtlichem Spaß dabei waren, übertrug sich im Nu auf ihr Publikum. Vor allem in der zweiten Halbzeit, als sie in der restlos besetzten Hochwaldhalle Stücke wie von Adele und Gloria Estefan, Michael Jacksons Bad oder "The best of Queen" und "Oye Como Va" spielten. Nach dem finalen "Rosebud March" von Scott Joplin bedankten sich die Jungmusiker bei ihrem beeindruckt applaudierenden Publikum mit dem als Zugabe gespielten "Yankee Clipper" von J. Olivandoti.
"Ich bin ganz begeistert", schwärmte Carola Gaube aus Abtei von der nach mehrjähriger Pause präsentierten abwechslungsreichen musikalischen Reise. Auch ihr Kind habe früher mitgespielt in der Jugendkapelle, deren Auftritte sie sich seither ungern entgehen lässt. Ebenfalls immer dabei ist Familie Hessek aus Abtei. Die Konzerte von Stadt- und Jugendkapelle seien immer ganz toll, finden Ellen und Dieter Hessek. Aktuell spiele ein Enkel von ihnen mit und früher eine Enkelin, der nun wegen ihres Studiums die Zeit dafür fehle. Mit der Auswahl der Stücke waren sie sehr zufrieden: "Wir sind für die flotten Sachen." Tochter Marietta Hessek rückte das Engagement aller Beteiligten ins rechte Licht: "Das ist immer viel Arbeit - für die Lehrer wie für die Kinder."
Durch den Konzertabend, zu dem Stefan Eiden, Vorsitzender der Stadtkapelle, begrüßte, führten Christoph Geibel und Holger Paulus. urs