Gute Piraten spielen gegen böse Piraten

KONZ-KARTHAUS : Gute Piraten spielen gegen böse Piraten

Rund 100 junge und ältere Zuschauer sind begeistert: Freie Bühne Neuwied gastiert mit neuem Kindermusical im Kloster Karthaus

Ein Piratenschiff auf hoher See, ohne Mannschaft, dafür aber mit Gestalten, die den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse ausfechten. Dieses Thema haben Boris und Tammy Weber von der Freien Bühne in Neuwied in einem nagelneuen Musical für Kinder mit dem Titel Die Piratenprinzessin aufbereitet, das im Festsaal des Klosters Karthaus erst zum dritten Mal aufgeführt wurde.

Boris ist gelernter Erzieher und Schauspieler, seine Frau Tammy Musicaldarstellerin. Sie stellen einige Figuren wie Captain White Bird, Billy den Schiffskoch, und Messer-Toni, den Kumpel des bösen Affen Mac Monkey selbst dar, verleihen aber auch den Puppen Leben, von der Tochter es Piraten Lucy bis zum Papagei Haken-Kralle.

„Das Konzept mit Musik richtet sich auch an ganz kleine Kinder ab vier Jahren“, sagt Boris. Man soll die jungen Menschen nicht darin unterschätzen zu begreifen, worum es geht. Getestet wird das immer an der eigenen, siebenjährigen Tochter.

Boris schreibt die Geschichten – mittlerweile 15 an der Zahl –, gemeinsam arbeitet man am Feinschliff. „Die Musik wurde eigens für dieses Stück von Bernd Höfer komponiert und eingespielt. Mit entsprechendem Licht werden zum Teil echt gespenstische Situationen inszeniert. „Damit die jeweilige Szene von den Kindern verarbeitet werden kann, kommt immer Musik“, erklärt Tammy.

Sie verleihen ihren Puppen Leben: Boris und Tammy Weber von der Freien Bühne Neuwied gestalten ihre Stücke für Kinder ab vier Jahren. Foto: Herbert Thormeyer. Foto: Herbert Thormeyer

Die rund 100 Zuschauer, davon dreiviertel Kinder, sind gebannt von der Geschichte, gruseln sich vor dem bösen Affen Mc Monkey, sind aber froh, dass der rechtmäßige Captain White Bird und seine Tochter Lucy über das Böse siegen.

Denn der machthungrige Mc Monkey ist gar nicht so stark und unbesiegbar wie er tut, besonders, wenn es an Bord plötzlich spukt. Er versteckt sich in einem Fass. Deckel drauf, Problem gelöst.

„Wir wollen ein Kulturangebot für alle Altersgruppen bieten“, sagt der Kulturbeauftragte der Stadt Konz, Johannes Tittel. Damit die Kleinen noch näher am Geschehen sind, dürfen sie sich auf Kissen direkt vor die Bühne setzen, um mitzuerleben, wie Piraten mit Herz und Hirn gegen das Böse siegen.

Lucy wird am Schluss sogar von ihrem Vater White Bird zum Captain ernannt. Piraten halten zusammen und sind füreinander da. Da hat kein Schurke eine Chance. Der Lohn ist die Fahrt zu einer Insel, auf der ein Schatz zu finden ist. In der zweiten Jahreshälfte ist ein weiteres Kulturangebot für die kleinen Konzer geplant. Was genau, steht noch nicht fest. Für den Sommer ist Johannes Tittel der Meinung: „Da gehören Kinder an die frische Luft.“

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