Gymnasiast mit ausgezeichneten Argumenten

Gymnasiast mit ausgezeichneten Argumenten

Auch in diesem Jahr hat das Gymnasium Hermeskeil wieder beim Wettbewerb Jugend debattiert mitgemacht. Vier Schüler schafften es bis zum Landesentscheid in Mainz. Einer von ihnen ist Niklas Eiden. Der 17-Jährige verpasste nur knapp das Bundesfinale in Berlin.

Hermeskeil/Mainz. Der Elftklässler Niklas Eiden hat seine Redekunst nicht zum ersten Mal unter Beweis gestellt. Kürzlich war der Gymnasiast aus Hermeskeil zum zweiten Mal beim Landesfinale des Wettbewerbs Jugend debattiert in Mainz dabei. Daran hatten insgesamt 5900 junge Leute aus 54 Schulen in Rheinland-Pfalz teilgenommen.

In seiner Alterstufe (elfte bis 13. Klasse) war Eiden einer von vier Finalisten. Dabei erkämpfte er sich bei der entscheidenden Diskussion den dritten Platz. Denn Eiden hat Erfahrung.
"Debattieren macht mir schon lange richtig Spaß. Die Wettbewerbe sind ein schönes Hobby geworden, und man hat mit netten Leuten zu tun", sagt der 17-Jährige.
Schon in der Mittelstufe hatte er bei klasseninternen Debattierrunden meist die Nase vorn. Auch bei den Schul- und Regionalentscheiden zählte er zu den Besten. Deshalb qualifizierte sich der Gymnasiast bereits 2012 erstmals für das Landesfinale in Mainz und belegte dort in der Sekundarstufe eins den dritten Platz. Dieses Mal hat er erneut den Sprung in den Kreis der Landesstärksten geschafft.

Alle Teilnehmer haben einige Tage vor den Entscheidungsrunden drei Themen zugewiesen bekommen. Diese
mussten die Schüler von beiden Seiten, also pro und kontra, beleuchten und sich ausgiebig informieren. In Mainz wurden zwei der vorbereiteten Fragen in Vorrunden diskutiert. Dabei nahmen immer vier Schüler an einer Diskussion teil, und jeder bekam eine Position zugeteilt. Das heißt, die Debattanten wussten vorher nicht, welche Seite sie bei dem jeweiligen Streitthema vertreten sollten.
Die dritte Fragestellung wurde im Finale debattiert. Das Thema für Niklas und seine Mitkonkurrentin und zwei Mitkonkurrenten lautete: "Sollen Personen, die nicht kirchensteuerpflichtig sind, verpflichtet werden, einen Beitrag in gleicher Höhe an eine andere gemeinnützige Organisation zu zahlen?"
Eiden wurde in der Entscheidungsrunde die "Pro"-Position zugeteilt. Nach einer hitzigen Debatte verpasste er hinter den Erst- und Zweitplatzierten Maximilian Pollini aus Speyer und Jonas Christ aus Hargesheim nur knapp das Bundesfinale in Berlin am 15. Juni.
Niklas Eidens Enttäuschung hält sich allerdings in Grenzen. "Im Finale entscheiden oft Kleinigkeiten, und bei einer derart starken Konkurrenz ist es keine Schande, nicht nach Berlin zu fahren."
Das Gymnasium Hermeskeil nimmt regelmäßig an dem Wettbewerb teil - und das mit Erfolg. Voriges Jahr wurde Sarah Eiden aus Hermeskeil beim Landeswettbewerb Zweite und fuhr zum Bundesfinale nach Berlin.
Niklas Eiden sieht den Wettbewerb als eine wertvolle Erfahrung und blickt positiv auf den Debattierwettbewerb im nächsten Jahr und die erneute Chance, das Finale in Berlin zu erreichen. Er ist zuversichtlich: "Einen Anlauf habe ich noch." fra

Mehr von Volksfreund