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Häuser für Krabbeltiere und Menschen

Häuser für Krabbeltiere und Menschen

Bernhard Klink baut zwei Insektenhotels, die im Saarburger Greifvogelpark aufgestellt werden. Seit vier Monaten ist der gelernte Modellschreiner und Zimmermann damit beschäftigt. Die neue Heimat für Insekten, die für Menschen begehbar sein wird, geht am 27. Juni um 18 Uhr per Tieflader auf die Reise.

Konz-Karthaus. Er schraubt und hämmert unermüdlich Latten, Bretter und Verstrebungen an zwei Gartenhäuschen, die Heimstatt für Insekten werden sollen. Bernhard Klink aus Konz arbeitet auf einem Parkplatz mit Garagen in der Karthäuser Straße. Dort sollen weitere Garagen gebaut werden. Deshalb müssen die Hütten weichen. Am 27. Juni werden sie huckepack auf Tiefladern Richtung Greifvogelpark Saarburg transportiert. "Dort werde ich die Häuschen fertigstellen", hat der 67-jährige Modellschreiner und Zimmermann mit den Parkbetreibern vereinbart.
Die Idee spukt dem Konzer schon seit drei Jahren durch den Kopf: Aus einem Häuschen aus dem Baumarkt wurden zwei. Vorne werden die Insekten wohnen. Menschen können deren buntes Treiben von draußen und drinnen beobachten, so der Plan. Betreten ist nicht verboten, steht auf einem Schild zu lesen. "Das habe ich mir extra machen lassen", sagt der Holzkünstler lachend.
Die vorgefertigten Teile sind nach vier Monaten Arbeit kaum noch zu erkennen. Die meisten Gestaltungselemente werden vom Sperrmüll oder aus dem Wald geholt. "Ich bin Naturliebhaber. Das liegt bei uns in der Familie", erklärt Klink, der Förster und Gärtner in der Verwandtschaft hat. Einen Plan, wie seine Kunstwerke einmal aussehen werden, hat er nicht: "Das entsteht im Laufe der Arbeit alles im Kopf." Dass es Kunstwerke sind, ist wichtig, denn: "Da können die Hütten auch am Tag transportiert werden. Nachts wäre es teurer."
Rund 7000 Euro wird der Transport von Konz nach Saarburg kosten. Klink will das aus eigener Tasche zahlen, ist Sponsoren aber nicht abgeneigt.
Mit seinen beiden Häuschen, die eine Attraktion im Greifvogelpark für die ganze Familie und Schulklassen werden sollen, und mit denen er sich bei Landal-Greenparks für einen Wettbewerb um das schönste Insektenhotel beworben hat, will er etwas Sinnvolles für die Nachwelt schaffen.Nicht nur die Insekten sollen beobachtet werden können, Kindern will Klink auch handwerkliche Grundfertigkeiten mit Holz beibringen und ihnen so zeigen, wie wertvoll Handarbeit ist.doth