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Häuser in Konz abgerissen: Die Mauern sind gefallen - was nun? (Video)

Häuser in Konz abgerissen: Die Mauern sind gefallen - was nun? (Video)

Eine Baufirma hat zwei Häuser in der Konzer Lindenstraße abgerissen. Nun sind große Flächen frei, aber es steht nicht fest, was dort passiert. Gleiches gilt für weitere Grundstücke in der Konzer Innenstadt, die bald verfügbar sind.

Konz Das ehemalige Bademeisterhaus am Saar-Mosel-Bad ist Geschichte, die Fischersmühle in der Lindenstraße ebenfalls. Die Firma, die die Gebäude im Auftrag der Stadt und der Verbandsgemeinde (VG) Konz abgerissen hat, hat ganze Arbeit gemacht.

Es bleibt jedoch weiter unklar, was zwischen dem Konzer Schwimmbad und der Fischersmühle in der Lindenstraße in Konz hinkommt. In der Facebook-Gruppe "Du bist Konzer wenn …" wird kräftig spekuliert. Von der Straße übers Hochhaus bis zum Möbelgeschäft reichen dort die Mutmaßungen. Doch damit ist es bald vorbei, in wenigen Wochen soll die im vergangenen Juni beauftragte Machbarkeitsstudie vorgestellt werden: Laut Michael Naunheim, Pressesprecher der Konzer Verwaltung, ist am Mittwoch, 15. März, 17 Uhr, im Kloster Karthaus eine öffentliche Sitzung der Bauausschüssse der Stadt und VG Konz geplant.

Auf die Frage, ob er schon vor der Sitzung etwas über den Inhalt sagen könne, antwortet Naunheim: "Leider nein - die Studie des Planungsbüros liegt derzeit noch nicht vor." Auf Nachfrage erklärt der Pressesprecher aber, warum sich die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie um rund vier Monate verzögert. Die Ergebnisse seien nicht - wie ursprünglich angekündigt - Ende November veröffentlicht worden, weil die Studie im Oktober um den im Jeuchental geplanten Jugendzeltplatz erweitert worden sei. Der VG-Rat hatte den Bau eines solchen Platzes am 20. Oktober auf den Weg gebracht (der TV berichtete).

Neue Informationen gibt es auch über den geplanten Abriss des stadteigenen Hauses in der Saarstraße 26 sowie des VG-eigenen Gebäudes in der Karthäuser Straße 3. Für die Saarstraße wurde der Abriss ausgeschrieben. Die bei der Stadt eingegangenen Angebote würden am 8. März geöffnet. Dann entscheide der Stadtrat am 21. März über die Auftragsvergabe. Für die Karthäuser Straße wartet die Verwaltung laut Naunheim noch auf ein Gutachten über mögliche Schäden an den Gebäuden in der Nachbarschaft. Erst wenn dieses vorliege, werde der Auftrag für den Abriss des ehemaligen Gasthauses und späteren Obdachlosenheims ausgeschrieben.

Während in der Saarstraße noch absolut offen ist, was später auf der Fläche der Schrottimmobilie passieren soll, gibt es für die Karthäuser Straße eine Idee. Denn dort könnte ein Parkplatz gebaut werden, auf dem Pendler ihr Auto abstellen können, die am Haltepunkt Konz Kreuz in den Zug umsteigen wollen.

Dieser Haltepunkt gewinnt an Wichtigkeit, weil er Teil der Pläne für die Reaktivierung der Bahnstrecke im Trie rer Westen ist, auf der ab Dezember 2020 wieder Personenzüge fahren sollen. Das Land investiert etwa 45 Millionen Euro - zum Teil in fünf neue Haltepunkte in Trier. Auch Konz und Saarburg sollen von der Strecke profitieren (siehe Info).
Zuletzt hatten die Grünen im Verbandsgemeinderat allerdings kritisiert, dass zusätzliche Parkplätze am Haltepunkt Konz Kreuz nicht nötig seien - schließlich werde schon der neue Parkplatz des Landesbetriebs Mobilität kaum angenommen. Der Konzer Bürgermeister Karl-Heinz Frieden hat die Parkplatzpläne verteidigt. Eine Entscheidung zur Planung steht - wie bei den drei anderen Grundstücken - noch aus.KommentarMeinung

Planung muss dem Gemeinwohl dienen
Es ist sinnvoll, für den Bereich zwischen Jeuchental und Lindenstraße ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Wenn die Planung für den Bereich aus einzelnem Stückwerk bestünde, würde Konz eine große Chance vertun. Dabei muss aber klar sein: Die Konzer wollen keine Mehrfamilienhäuser oder Straßen im Jeuchental. Sie wollen Freizeitflächen. Das darf die Verwaltung nicht ignorieren. Auch bei der Ideenfindung für die anderen Flächen sollten sich die beteiligten Gremien die Stimmen aus der Nachbarschaft anhören. Alles andere wäre arrogant. Ziel muss trotzdem eine Planung sein, die dem Gemeinwohl dient. Und was in dieser Hinsicht richtig ist, wird in einer Demokratie über Mehrheiten beschlossen. Da muss sich der Kritiker mit abfinden. c.kremer@volksfreund.deDIE PLäNE FüR DIE WESTTRASSE

Extra

 Das ist das Grundstück des ehemaligen Bademeisterhauses. Das Gebäude wurde vor der Fischersmühle abgerissen.
Das ist das Grundstück des ehemaligen Bademeisterhauses. Das Gebäude wurde vor der Fischersmühle abgerissen. Foto: (h_ko )

Laut der Trierer Stadtverwaltung werden in der Stadt Trier fünf neue Bahnhaltepunkte geschaffen: Hafenstraße (Ehrang), Pallien, Trier-West, Euren und Zewen. Diese werden von zwei Linien angefahren: "Die Regionalbahn (RB) 83 pendelt von Montag bis Samstag zwischen Wittlich und Luxemburg-Stadt. Die RB 84 fährt täglich vom Haltepunkt Trier-Hafenstraße nach Konz, einige Züge fahren weiter bis Saarburg", heißt es auf der Internetseite der Stadt Trier. Der Haltepunkt Kreuz Konz wird laut der DB Station & Service GmbH ab 2019 umgebaut. Für Montag, 13. März, 18 Uhr, lädt das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Konz alle Bürger zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Umbau ein. Die Veranstaltung findet im Bürgersaal, Wiltinger Straße 12, statt.