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Häuser statt Industrie und Disput um Markttreff in Wasserliesch

Kommunalpolitik : Häuser statt Industrie und Disput um Markttreff in Wasserliesch

Wasserliesch definiert für die Granahöhe völlig neue Planungsziele. Viel diskutiert wurde unter anderem über ein neues Fahrzeug für die Gemeindearbeiter und neue Parkflächen am Markttreff.

„Bisher bekamen wir die Flächen auf der Granahöhe nicht vermarktet. Keine Firma wollte sie haben“, beschreibt der Wasserliescher Ortsbürgermeister Thomas Thelen das Problem mit dem Industrie- und Gewerbegebiet. Die Chance, jetzt selbst zu planen, ergab sich nach der Auflösung des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung im Trierer Tal.

Jetzt können neue Planungsziele definiert werden, nicht nur für den dortigen Bolzplatz, der nach Ansicht von Ratsmitglied Anne Cartier (SPD) sogar „boulefähig“ ist, sondern vor allem für eine Umwandlung in einen Granahöhe-Wohngebietsteil.

Gewerbe und Wohnen soll eine unsichtbare Emissionsgrenze trennen, damit niemand akustisch gestört wird. SPD-Fraktionsvorsitzender Ottmar Mengelkoch plädiert sogar schon für einen zentralen Platz und Parken etwas weiter weg von den Häusern.

Ortschef Thelen bremst: „Wir sind erst in der Findungsphase.“ Es müssten mehrere Planungsvarianten entwickelt werden, über die der Rat entscheiden kann. Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Konz, Guido Wacht, macht klar: „Der Planer muss sagen, was geht und was nicht.“

Die dritte Änderung des Bebauungsplans wurde einstimmig, allerdings bei drei Enthaltungen, beschlossen. Jetzt liegt der Ball bei der Verwaltung, das Entsprechende zu veranlassen. Vier neue Stellplätze am Markttreff für 30 000 Euro stoßen CDU-Mann Jan Sevenich sauer auf: „Das wird eine teure Verschandelung und birgt außerdem Gefahren für Kinder, wenn dort der Spielplatz gebaut wird.“ SPD-Mann Mengelkoch kontert: „Die Flächen wären aber wichtig für die Gastronomie und die Wandergäste des neuen Panoramasteiges.“ Man einigt sich, das Vorhaben zurückzustellen, bis alle schon beschlossenen Umbauarbeiten rund um den Markttreff mit Brunnen abgeschlossen sind. Einig ist sich der Rat auch, dass die beiden Gemeindearbeiter einen neuen Traktor brauchen. Einstimmig wird beschlossen, dafür 56 000 Euro auszugeben. Nicht so einig ist man hingegen, welches kleine Nutzfahrzeug es für die beiden sein soll, das möglichst viel laden kann. Die Entscheidung über Modell und Größe wird wieder zurück in den dazu gebildeten Arbeitskreis verwiesen. Seit Jahren schiebt der Wasserliescher Rat die Entscheidung vor sich her, ob Hundekottütenspender aufgestellt werden sollen. Man sieht davon ab, weil, so Thelen: „Verantwortungsvolle Hundehalter immer eine Tüte dabei haben und diese Spender viel Arbeit für die Gemeindearbeiter verursachen.“ Rechne man die Arbeitsstunden hoch, komme man beim Stundenlohn allein dafür pro Jahr weit in den vierstelligen Euro-Bereich.