Hallo und auf Wiedersehen

THOMM. (kat) Abschied nehmen und neu beginnen heißt es für Thomas Klein im April. Als langjähriger Trainer verlässt der 37-Jährige die Volleyballer der Spielgemeinschaft (SG) Osburg/Thomm, um im Deutschen Volleyballverband ein Wörtchen mitzureden.

Seit seinem zwölften Lebensjahr baggert und pritscht Thomas Klein in den Hallen der Region. Damals wie heute faszinieren ihn das Zusammenspiel und die Athletik des Volleyballspiels. Todunglücklich war er, als eine schwere Knieverletzung ihn zum Pausieren zwang. Kurz nach dem Umzug von Wasserliesch nach Thomm begann seine zweite Karriere. Während eines Kindergartenfestes entdeckte er den Spaß am Volleyballspiel wieder. Und er stellte fest, dass die Verletzung kein Handicap mehr war. Das war vor fünf Jahren. Das Volleyballfieber hat den Postbeamten seitdem wieder gepackt, und er konnte viele Osburger und Thommer "infizieren". Heute trainiert der Wahl-Thommer sechs erfolgreiche Volleyballteams: zwei Mixed- und zwei Damenmannschaften, eine Jugend- und eine Freizeitmannschaft. Heißt: Thomas Klein verbringt zwölf Stunden in der Woche in der Turnhalle Osburg, plus Turniere und den Sonntagabend, denn "der gehört den Vorbereitungen". Es sei wichtig, immer wieder neue Übungen reinzubringen. Fortbildungen waren für den Postbeamten ein Muss, um sich und die Spieler und Spielerinnen motivieren zu können. Ende März ist Schluss mit "Trainer-Sein" in der SG Osburg/Thomm. Der Breiten- und Freizeitsportwart stand vor ein paar Monaten vor einer schweren Entscheidung: Er hatte das Angebot erhalten, sich als Funktionär im Deutschen Volleyballverband einzubringen. Auf zwei Hochzeiten zu tanzen, wäre zeitlich nicht machbar. Er entschied schweren Herzens, den Trainerposten an den Nagel zu hängen und die neue Herausforderung anzunehmen. "Ich freue mich, meine Ideen und Konzepte dort einbringen zu können", sagt der zweifache Vater. So möchte er beispielsweise Volleyball im Sommer aus der Halle auf den Beach-Platz holen. Der Noch-Trainer ist ehrgeizig, engagiert und gewissenhaft. "Wenn ich was mache, dann mache ich es richtig", sagt er. Deshalb trainiert er die Mannschaften bis Saisonende weiter und hat sich um Nachfolger, die aus den eigenen Reihen kommen, gekümmert. "Ich möchte niemanden im Stich lassen." Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sieht er seiner neuen Aufgabe entgegen. Denn in der SG stimmte es. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Volleyballabteilung sei immer sehr gut gewesen. "Ob es um die Anschaffung von Bällen ging oder um Hallenzeiten, wir wurden überall unterstützt." Und: Im Frühjahr wird in Osburg ein Beach-Volleyballfeld eröffnet. "Ich werde oft in der Halle und auf dem Beach-Platz vorbeischauen", verspricht er.

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