Hans Greis aus Wawern stellt neuen Roman "Frau sieht Rot" vor

Literatur : Klarstellen und zum Nachdenken anregen

Hans Greis aus Wawern stellt seinen neuen Roman vor. Es geht darin auch um die Rolle der Frau im Islam.

„Eigentlich sind es ja zwei Romane. Einmal steht eine Frau und dann ein Schriftsteller im Mittelpunkt“, erklärt Hans Greis aus Wawern sein neues Buch. „Frau sieht Rot“ ist der Titel, der provokante Untertitel: „Allah ist auch nur ein Mensch“. Es ist der fünfte Band des ehemaligen Hauptschullehrers, der sich seit seiner Kindheit mit Religion, Philosophie und Geschichte befasst. Für den 75-Jährigen ist das eine Art „Dreifaltigkeit“, die sich gegenseitig bedingt.

Der neue Roman spielt in der Gegenwart. Darin verfolgt Greis die Spuren des Islam aus der Vergangenheit bis heute. „Ich will vieles klarstellen und zum Nachdenken anregen“, formulier er sein Ziel. Religion und Geschichte reichen seiner Meinung nach immer ins Dunkle hinein. Geprägt hat den Autor neben dem katholischen Elternhaus das Internat bei den Steyler Missionaren: „Da gab es den ganzen Tag katholische Riten zu absolvieren.“ Die Frau in seinem jüngsten Roman sehe deshalb rot, weil sie voller Wut sei, aus persönlichen Erlebnissen heraus und Unzufriedenheit mit der Rolle der Frau im Islam, der Religion, in der der Mann herrsche.

Allzu viel über den Inhalt verraten will Greis nicht. Wichtig sei es ihm, Zusammenhänge zu erklären. Und das geht aus Sicht des Autors am besten unterhaltend in Romanform. „Sonst liest das ja keiner“, sagt Greis. Der Themenkomplex von Religion, Philosophie und Geschichte soll zusammenfließen wie ein Reißverschluss, aber vor allem will sich Greis über das heutige dumme Geschwätz, vor allem im Internet, hinwegsetzen und Klarheit im Kopf des Lesers schaffen.

Das Buch solle wirken, indem es aus der heutigen Informationsflut durch das Internet  Wichtiges herausfiltern helfe. „Das Verstehen kommt dann schon“, ist sich der Wawerner sicher. Deshalb auch der Untertitel „Allah ist auch nur ein Mensch“. Greis: Da solle sich jeder selbst etwas dabei denken.

„Frau sieht rot“ ist in der Deutschen Literaturgesellschaft Berlin-Zürich erschienen. ISBN 978-3-03831-209-3. Der Band mit 475 Seiten kostet 19,80 Euro.

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