Harte Klänge auf dem Land

Beim Rockville-Festival werden die Kirfer Wiesen zur Open-Air-Bühne. Bei der dritten Auflage des Konzerts sind am Wochenende Bands und DJs am Start. Organisator Johannes Rathmann hofft, dass auch das Wetter mitspielt.

Kirf. Wer die Ortsgemeinde wegen ihrer ländlichen Idylle und Ruhe schätzt, der sollte das Plateau zwischen Kirf und Beuren an diesem Wochenende lieber meiden. Zum dritten Mal werden die Felder nämlich dann zur Open-Air-Bühne umfunktioniert.
Beim Rockville-Festival treten am Freitag und Samstag sieben Bands und drei DJs an. Organisiert wird die Veranstaltung vom Kirfer Johannes Rathmann, der 2010 mit seinem Bruder und Freunden das Festival ins Leben gerufen hat. Seit einem halben Jahr ist er jetzt damit beschäftigt, die Musiker aufs Land zu holen.
Auf dem Pogramm steht in erster Linie harte Rockmusik abseits des Mainstreams. Waren bei den ersten beiden Ausgaben auch internationale Gruppen mit an Bord, spielen diesmal nur deutsche Bands auf.
Headliner sind Eskimo Callboy aus Castrop-Rauxel, die vor kurzem ihr erstes Album auf den Markt gebracht haben. "Die sind jetzt schwer auf dem aufsteigenden Ast. Von denen werden wir im nächsten Jahr noch mehr hören, auch von größeren Bühnen", prophezeit Rathmann. Ende Mai sind die Newcomer auch beim Luxemburger-Festival "Food for your Senses" dabei.
Aus der Umgebung sind einige Gruppen aus Saarbrücken vertreten. Samarah und die Transcore-Musiker von His Statue Falls haben sich in der saarländischen Szene schon einen Namen gemacht.
Die Kollegen von AC Angry sind für klassischen Metal zuständig. Wieder in Kirf auf der Bühne stehen auch Days to Burn, die im vergangenen Jahr den Band-Wettbewerb beim Rockville-Festival für sich entscheiden konnten. Außerdem dabei sind Emily Still Reminds und Stereo Dynamite.
Bevor am Samstagabend die Konzerte starten, stimmen am Freitag drei DJs auf das Festival ein - allerdings als "komplettes Kontrastprogramm", wie Rathmann sagt. Die elektronische Musik passe eigentlich gar nicht ins Konzept.
Umso gespannter ist der Organisator, wie das Experiment beim Publikum ankommt. An den Turntables stehen DJ Sirius, der sonst im King Wilma auflegt, und DJ Toxic. Außerdem kommt der Hamburger berthott nach Kirf. Nach einer guten Resonanz bei der Premiere des Rockville-Festivals blieben die Besucherzahlen 2011 hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Eine Prognose für dieses Jahr wagt Rathmann daher nicht. Den Andrang macht er vor allem vom Wetter abhängig. "Wir müssen uns überraschen lassen!" Doch ein paar Regentropfen haben bisher noch keinen echten Festivalbesucher vom Rocken abgehalten. maf

Das WarmUp mit den DJs startet am Freitag, 11. Mai, um 21.30 Uhr, Einlass ist ab 20 Uhr. Die Festival-Bands spielen am Samstag, 12. Mai, ab 17.30 Uhr. Weitere Infos: www.rockville-festival.de

Tickets gibt es in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich.