Hat Boys rocken den Boemundhof

Saarburg · Anfängliche Regentropfen ließen den Zuschauerstrom beim Mittwochskonzert etwas zäh auf den Boemundhof fließen. Doch die gute Laune der Hat Boys mit ihren Hits aus 50 Jahren steckte an. Sie waren in der Saarburger Innenstadt zu hören, und viele Neugierige stießen dazu. Es kamen doch noch rund 300 Musikfreunde zusammen.

Zwei in ihrem Element: Gitarrist Theo Kugel (links) und Bassist Harry Ohms bei einer Showeinlage. TV-Foto: Herbert Thormeyer

Foto: Herbert Thormeyer (doth) ("TV-Upload Thormeyer"

Saarburg. Vor jedem Mittwochskonzert wandert der Blick der Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Saarburg, Eva Schmitz, gen Himmel. Auch diesmal drohte der Wettergott mit dunklen Wolken und einigen Regentropfen, aber Schmitz war sicher: "Das wird nichts, das hält."
Während die Hat Boys aus Trier vor ihrem neunten Auftritt auf dem Boemundhof ihrem Klang noch einmal den letzten Feinschliff verpassten, schickte die Vorsitzende einige ihrer Leute los, um mit Lappen die Stühle trocken zu wischen.

Der Stimmung tat das keinen Abbruch, auch wenn die Besucher anfangs im wahrsten Sinne des Wortes nur tröpfchenweise eintrudelten. Die fünf Musiker aus Trier und ihre Sängerin, Silvia Günther, schätzen den Boemundhof. Sänger Theo Kugel: "Das sind so nette Leute hier, eine schöne Atmosphäre, und die Akustik ist außergewöhnlich. In unseren 20 Jahren Bandgeschichte ist das hier einer der besten Auftrittsorte geblieben."
Im Laufe der Jahre modifizierten die fünf, die sich nach den Anfangsbuchstaben der Vornamen der Gründer Heinz, Alfred und Theo nennen, ihr Repertoire. Inzwischen sind es Hits aus einem halben Jahrhundert geworden. Rund 40 davon wurden gespielt, darunter viele Duette mit der Sängerin und weiteren Bandmitgliedern.
Die inzwischen rund 300 Zuhörer freuten sich, keine Schirme mehr zu brauchen, obwohl einige doch lieber unterm Bierstand blieben, um das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Für andere waren die Rhythmen so heiß, dass sie spontan das Tanzbein schwangen.

"Ich hätte nicht gedacht, dass hier so viel los ist", freute sich die niederländische Touristin Elisabeth Edelembos. Sie habe erst in einem Restaurant vom Konzert erfahren und es davor auch schon gehört. Immer wieder hört man, dass der Ort und die Atmosphäre stimmen, wie bei Irmgard Tschepe aus Ockfen: "Dieser Platz, die Musik und das Publikum, da passt alles zusammen."Extra

Der Musikverein Saarburg-Beurig gastiert am Mittwoch, 15. Juli, um 19.30 Uhr gemeinsam mit seinem Jugendorchester auf der Boemundbühne. Durch das Programm führt keine Geringere als die Saar-Obermosel-Weinkönigin Sophie Meyer, denn der Wein soll an diesem Abend noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. doth