Dorfentwicklung: Hauptstraße vorm Winter wieder befahrbar

Dorfentwicklung : Hauptstraße vorm Winter wieder befahrbar

Seit knapp einem Jahr rollen die Bagger durch die Ortsdurchfahrt in Waldweiler. Der TV hat nachgefragt, wie die Arbeiten vorankommen. Für einige Anwohner gibt es gute Nachrichten.

Wer derzeit durch Waldweiler fahren will, hat es nicht ganz leicht. Seit Oktober 2018 wird das Ortsbild von Sperrschildern, Einschränkungen und Baustellenfahrzeugen beherrscht. Denn die Ortsdurchfahrt wird in mehreren Bauabschnitten erneuert. Beim zweiten Abschnitt in der Hauptstraße ist laut dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) ein Ende in Sicht.

Die Arbeiten begannen vor etwa einem Jahr in der Manderner Straße/K 68. Dort wurden auch Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert inklusive Hausanschlüssen. Auf Höhe des Friedhofs gibt es eine neue Verschränkung im Fahrbahnverlauf. Nach acht Monaten Bauzeit – dazwischen lag eine Ruhephase im Winter – wurde die 195 Meter lange erste Baustrecke im Juni fertiggestellt. Der Verkehr konnte wieder durch die Manderner Straße fließen. „Die Kanalsanierung durch die VG-Werke mittels Inlinerverfahren ist noch nicht erfolgt, soll aber dieses Jahr mit dem zweiten Bauabschnitt erledigt werden“, teilt Birgit Küppers, Pressesprecherin des LBM, auf Nachfrage mit.

Diese Arbeiten im Abschnitt vom Feuerwehrgerätehaus in der Hauptstraße bis zur Burkelsbachbrücke laufen seit März. „Dort wurden zunächst die alte Brücke abgerissen und das neue Ersatzbauwerk bis auf das Brückengeländer und die Wiederherstellung am Ober- und Unterlauf des Bachbetts fertiggestellt“, erklärt Küppers. Zeitgleich sei die Asphaltdecke abgetragen worden und mit den Tiefbauarbeiten begonnen worden. Seither ist das Dorf zweigeteilt (der TV berichtete). Bewohner und Besucher des Ortes müssen über die Hunsrückhöhenstraße (B 407) eine mehrere Kilometer lange Umleitung fahren, wenn sie die andere Seite erreichen möchten. „Es ist ganz klar, dass es derzeit Einschränkungen für die Bürger von Waldweiler gibt. Aber wenn die Ortsdurchfahrt fertig ist, werden wir alle mit einem schönen Ortsbild belohnt“, kommentiert Ortsbürgermeister Manfred Rauber die Situation.

Anwohnerin Doris Opitz-Köbernik kann seit März ihr Haus nicht mehr mit dem Auto erreichen. Sie sagt: „Es ist recht laut vor unserer Haustür. Wir müssen einige Meter in Kauf nehmen, um an unser Auto zu kommen. Aber wir werden uns umso mehr freuen, wenn alles fertiggestellt ist.“ Gerade seien die Bauarbeiter der Firma Lehnen mit Arbeiten am Abfluss beschäftigt. „Die Jungs haben über die Sommermonate bei 40 Grad gearbeitet, und auch, wenn es geschüttet hat. Genauso stelle ich mir eine Baustelle vor“, lobt Opitz-Köbernik.

Das Projekt liegt insgesamt laut LBM im Zeitplan. „Die Arbeiten in der Hauptstraße kommen voraussichtlich spätestens im November zum Abschluss“, sagt die LBM-Sprecherin. Die Hauptstraße – mit 250 Metern der längste der vier Abschnitte – werde rechtzeitig zum Winter für den Verkehr freigegeben. Für die Bauarbeiter gehe es aber nahtlos weiter. „Der dritte Bauabschnitt in der Saarstraße hat eine Länge von rund 190 Metern und reicht von der neuen Brücke bis zur Einmündung der Gemeindestraßen Neustraße/Waldstraße. Dieses Jahr wird noch die bituminöse Befestigung abgefräst und mit den Kanalarbeiten begonnen“, kündigt Küppers an. Im Frühjahr/Frühsommer 2020 folge dann der letzte Bauabschnitt bis zum Ortsausgang in Richtung Bundesstraße 407.

Ortsbürgermeister Rauber ergänzt, dass nach Ende des Bauprojekts auf den neuen Verkehrsinseln und Fahrbahnverschränkungen viel neues Grün entstehen werde. „Zur Verschönerung des Ortsbildes pflanzen wir viele junge Bäume.“ Doch bis dahin rollen noch zahlreiche Bagger und Lastwagen über die Baustelle.

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