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Hausbrand in Hermeskeil: 84-jähriger Bewohner tot aufgefunden (Update)

Feuerwehr : Hausbrand in Hermeskeil: 84-jähriger Bewohner tot aufgefunden (Update)

Ein 84-Jähriger hat den Brand eines alten Bauernhauses in Hermeskeil (Landkreis Trier-Saarburg) nicht überlebt. Die Brandursache ist noch unklar.

Es ist kurz vor Mitternacht, als ein Arbeiter eines landwirtschaftlichen Unternehmens mit dem Traktor die Züscherstraße hoch zum Hof in die Halle fährt. Der Fahrer bemerkt eine leichte Rauchentwicklung im Dachbereich. Nachdem er die landwirtschaftliche Maschine abgestellt hat, fährt er mit dem Auto nochmals zurück. Da bemerkt er den Vollbrand im vorderen Bereich des Hauses und setzt sofort den Notruf ab.

Schnell sind die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des DRK vor Ort und bestätigen die gemeldete Lage. „Starker Rauch stieg über dem gesamten Gebäude auf, im Untergeschoss schlugen die Flammen in die Höhe“, erklärt Rainer Andres, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Unter schwerem Atemschutz diangen mehrere Löschtrupps in das Haus ein, um die Flammen zu bekämpfen. Von außen wird die Drehleiter in Stellung gebracht. Das erweist sich als nicht ganz so einfach, den Oberleitungen versperrten eine freie Ausfahrt der Leiter. Hier war Fingerspitzengefühl gefragt. „Die Fachkräfte von Westnetz haben im Verlauf den Strom umgepolt, sodass die Gefahr nicht mehr so groß war“ so Andres.

Während der Löschmaßnahmen finden die Feuerwehrkräfte im Wohnhaus einen leblosen Menschen vor und bringen ihn mit einer Schleifkorbtrage sofort nach draußen. Der Notarzt kann jedoch nur noch den Tod des 84-jährigen Hausbewohners feststellen. Er lebte allein in dem alten Bauernhaus.

Als Schwierigkeit stellt sich der Bewuchs um das Haus heraus. Zudem versperren jede Menge Holz und alte Möbel den Zugang zum Gebäude. Das Feuer kann schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nachlöscharbeiten und das Ablöschen der Glutnester ziehen sich über mehrere Stunden hin. „Möbel müssen nun mühselig bei Seite geschoben werden und Zwischendecken geöffnet werden, so dass alle Glutnester letztendlich abgelöscht werden können“, so der Pressesprecher.

Brandermittler der Polizei haben noch in der Nacht ihre Arbeit aufgenommen, um die genaue Brandursache zu ermitteln. Diese stand in der Nacht noch nicht fest, ebenso wie die Schadenshöhe. Das Gebäude brannte völlig aus und ist nicht mehr bewohnbar.

Während der Löscharbeiten war die Züscherstraße für den Verkehr voll gesperrt. Die Polizei musste zahlreiche Schaulustige aus dem Gefahrenbereich entfernen. Im Einsatz waren unter anderem mehr als 50 Kräfte von FEZ, Wehrleitung und Führungsstaffel VG Hermeskeil, die Feuerwehren aus Hermeskeil, Reinsfeld und Damflos sowie das DRK mit Rettungswagen und Notarzt aus Hermeskeil, das DRK OV Schweich mit Organisatorischem Leiter

(red/dpa) Erstmeldung: Das Feuer sei aus zunächst ungeklärter Ursache in der Nacht zu Samstag ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Als die Rettungskräfte gegen Mitternacht eintrafen, habe das Haus lichterloh in Flammen gestanden. Sie konnten den Mann, der in dem Haus gewohnt hatte, nur noch tot bergen.

Die Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest. Im Einsatz waren insgesamt fünfzig Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Hermeskeil, Reinsfeld und Abtei, zudem ein Notarzt, ein Rettungswagen, ein Team der Kriminalpolizei Trier und zwei Einsatzfahrzeuge der Polizeiinspektion Hermeskeil.