Heimat der Moosglöckchen

GREIMERATH. (red) Das Naturschutzgebiet "Panzbruch" bei Greimerath wird 20 Jahre alt. Am 13. Dezember 1983 hat die Bezirksregierung Trier es ausgewiesen.

Umgeben von ausgedehnten Waldgebieten, ist die Greimerather Mulde eine offene, von Wiesen, Viehweiden und Ackerland geprägte Senke im Naturraum Mittleres Ruwertal. An der tiefsten Stelle der Talmulde, beim Zusammenfluss von zwei Nebenbächen der Ruwer, ist ein einzigartiges Biotop entstanden. Seltene Pflanzen, wie das Moosglöckchen, Sonnentau oder einige Orchideenarten, und seltene Tiere, wie Braunkehlchen, Bekassine, Neuntöter, Feuersalamander oder Würfelnatter, dokumentieren die überregionale, naturkundliche Bedeutung des Gebietes.Waldjugend hilft bei der Pflege

Als 25. Naturschutzgebiet hat die Bezirksregierung Trier das "Panzbruch" bei Greimerath mit Verordnung vom 13. Dezember 1983 ausgewiesen. Vorausgegangen war ein Antrag der Ortsgemeinde Greimerath, die damit sicherstellen wollte, dass dieses größte unbewaldete Flachmoor (Bruch) im Hunsrück erhalten wird, denn intensiver Torfabbau und eine 1927 durchgeführte Trockenlegung hatten der Fauna und Flora sehr geschadet. Die ersten Biotoppflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet fanden bereits 1984 statt. Die Jugendlichen der Waldjugend Greimerath sorgten mit Entbuschungsmaßnahmen für die Offenhaltung schutzwürdiger Feucht- und Nasswiesenareale. Durch Stauungen an ehemaligen Entwässerungsgräben konnte verhindert werden, dass das Biotop austrocknet. Der Wasserstand wurde deutlich angehoben. Der Rückgang seltener Vogel- und Pflanzenarten konnte gestoppt werden. Mit Mitteln der Landespflege wurden bis heute ungefähr 4000 Euro für die Pflege aufgewendet. Die große Beteiligung der Greimerather Bevölkerung an der Biotoppflege zeigt, wie groß die Akzeptanz ist.