Heiße Oma und geräucherte Forellen

Heiße Oma und geräucherte Forellen

Wie ein Dorf im Dorf wirken die 14 Häuschen auf dem Kommlinger Donatusplatz. Alles glitzert und scheint. Der große Weihnachtsbaum überragt hellleuchtend die Szenerie. Das lockt rund 1500 Besucher an zwei Tagen an. Manche kommen mehrfach.

Konz-Kommlingen. Thomas Marx ist ein geübter Kartoffelschäler. Der 77-jährige Helfer beim Kommlinger Weihnachtsmarkt bringt es locker auf einen Zentner Erdäpfel, die er für die bekannten Krumbeere-Schnittchen bereitstellt. "Wir haben mit sechs Leuten sechs Zentner geschält", sagt er mit Stolz auf sein Team. Die meisten sind von Anfang an dabei. Auch bei dieser elften Auflage des Kathrainenmarkts.
Nach fünf Stunden war diese Arbeit getan, und die knusprige Mahlzeit konnte an schlangestehende Marktgäste ausgegeben werden.
14 Weihnachtshütten waren eine Woche lang von einer Gruppe der Vereinsgemeinschaft aufgebaut worden. "Da haben wir dem Wetter getrotzt", schmunzelt Hermann Marx, einer von gut 80 Helfern, die dafür sorgten, dass geschätzt 1500 Marktgäste die Atmosphäre auf dem Donatusplatz genießen können.
"Unser Markt verspricht immer Vielfalt", kann der Ortsvorsteher und Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Lorenzo Mas trocesare, mit Fug und Recht behaupten. Neben der Kartoffelspezialität und dem Klassiker, der "heißen Oma", einer Mixtur aus Kakao, Amaretto mit frischer Schlagsahne obendrauf, gab es diesmal sogar frisch geräucherte Forellen.
Bei den weihnachtlichen Klängen setzen die Organisatoren auf Live-Musik, mit dem Weihnachtsensemble, das sich zu diesem Zweck eigens mit Musikern aus Kommlingen, Wiltingen und Oberemmel zusammenfindet, dem Gospelchor aus Hetzerath, den Johanna Frisch leitet, und erstmals ein Krippenspiel mit Kindern aus der Kita Oberemmel.
Und wenn der Nikolaus auf den Platz kommt, ist auch das Regenwetter vergessen. Die Kunst ist in Form der Krippe von Familie Grün vertreten. Die Figuren stammen aus der Pfarrkirche. Von dieser Atmosphäre lässt sich auch Bürgermeister Karl-Heinz Frieden immer wieder gern anstecken und lobt die enorme Arbeit, die das kleine Dorf für einen großen Weihnachtsmarkt auf sich nimmt. doth

Mehr von Volksfreund