Heißer Draht zum Strom

Aus eigener Erfahrung lernen, mit den Händen begreifen: Die Vorschulkinder der Kastanienvilla in Oberbillig experimentieren in vielen Bereichen. Jetzt war das Thema Elektrizität an der Reihe.

Oberbillig. (gsb) Zum pädagogischen Konzept der Kastanienvilla in Oberbillig gehört das Experimentieren. "Den Erzieherinnen war es schon immer wichtig, dass die Kindergartenkinder vielfältige Erfahrungen durch das Experimentieren machen", sagt die Leiterin der Einrichtung, Irmgard Kiesgen-Bölinger. Dabei werden alle möglichen Themenbereiche berührt: Physik, Chemie, Biologie oder Mathematik. Praktische Erfahrungen machen die Kinder beispielsweise beim Brückenbau, beim Färben von Wasser oder beim Bohnenziehen unter unterschiedlichen Bedingungen. Oder beim Experimentieren mit Strom. Patrick Liebhäuser, Elektroingenieur und Vater von zwei Kindergartenkindern, hat sich einen Tag frei genommen. Zusammen mit den Erzieherinnen erproben alle jungen Forscher der Einrichtung, wie Strom funktioniert. "Kinder lernen durch Anschauung", bestätigt Kiesgen-Bölinger.Wie kommt Strom ins Haus? Und wie in die Steckdose? Wie fließt Strom? Das sind die Fragen, auf die die fünf- und sechsjährigen Vorschulkinder anhand praktischen Materials und mit Liebhäusers Unterstützung Antworten bekommen. Das Experimentieren in der Kastanienvilla wird fortgesetzt. Als einer von nur zwei Kindergärten im Kreis Trier-Saarburg bekam die Kastanienvilla vom Bildungsministerium Forscherkisten zu den Themen Luft, Wasser, Farben sowie Elektrizität und Schall verliehen. "Kinder sind von Natur aus neugierig", sagt eine Erzieherin und bestätigt damit die Haltung der Kinder, die gebannt verfolgen, wie in dem Moment Lämpchen zum Glühen und Rädchen zum Drehen gebracht werden.