Natur : Hentern hilft mit Bienenhäusern

Natur : Hentern hilft mit Bienenhäusern

Die Regionalgruppe „Hentern blüht auf“ vom Netzwerk Blühende Landschaft, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzt, hatte  Peter Brixius vom Nabu Trier für den Workshop „Bienenhäuser bauen“ zu Gast und lud alle Interessierten aus der Region nach Hentern ein.

Initiatorin Gudrun Georg-Nieswandt hieß Peter Brixius, 21 Erwachsene, drei Kinder und Hund  Bosch  im bis auf den letzten Platz besetzten Werkraum ihres Ferien- und Tagungshauses „Die Mühle“ in Hentern  willkommen. Brixius gab den Teilnehmern einen Einblick in die Abläufe am Insektenhotel und erzählte, dass genau jetzt bis zum Sommer die Besiedlung stattfindet.

Das bedeutet, dass sich die Wildbiene eine geeignete Brutstätte sucht in Form von alten Holzstapeln oder Nisthilfen wie ein Bienenhaus. Sie befüllt die Röhrchen zuerst mit Pollen, die der Made später als Nahrung dienen. Dann legt sie ihre Eier ab und schließt die Kammer mit einem Gemisch aus Lehm und Speichel. Das wiederholt sie, bis das Röhrchen voll ist. Nur am Ende lässt sie eine größere Kammer, das sogenannte „Atrium“ frei, um ihre Nachkömmlinge vor Feinden zu schützen. Bis die Biene schlüpft, dauert etwa ein Jahr. Die Wildbiene legt 30 bis  35 Eier in ihrem Leben und stirbt leider bald nach der Eiablage.

Dann machten sich alle an den Bau der Bienenhäuser und bestückten diese mit Füllmaterial wie Schilfhalmen und gelöcherten Holzstücken. Peter Brixius stand beratend zur Seite. Es wurde geschliffen und gebohrt, und am Ende hatte jeder sein eigenes Haus, das er mit nach Hause nehmen konnte. Die Empfehlung von Peter Brixius war, die Häuser gleich aufzuhängen, da die Bienen jetzt ihre Nistplätze suchen und brauchen. Der Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten ist knapp. Es fehlt an Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten. Die Situation der Wildbienen ist dramatisch. Für die Umwelt sind sie jedoch enorm wichtig. Ein flächendeckendes Bienensterben hätte dramatische Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Als einer der weltweit wichtigsten Bestäuber für zahlreiche Kultur- und Wildpflanzen leistet die Biene nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Artenvielfalt und für den Umweltschutz, sondern ist auch in der Landwirtschaft unersetzlich. Ohne sie drohen geringere Ernteerträge oder sogar der vollständige Verlust vieler Obst- und Gemüsesorten.

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