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Hentern will einen neuen Ortskern

Hentern : Hentern will den Ortskern neu gestalten

Ausblick auf 2021: Die Hochwald-Gemeinde möchte einige Projekte anpacken und vorantreiben.

(doth) Das Hauptziel für 2021 ist für den Henterner Ortsbürgermeister Michael Marx klar: „Wir werden in die Umsetzung der Dorferneuerung einsteigen“, sagt er. Dabei werde wohl zunächst die Um- und Neugestaltung des Dorfmittelpunktes im Fokus stehen.

„Zunächst sind wir dabei, Leerstände aufzukaufen und diese dann einer neuen Nutzung zuzuführen“, beschreibt Marx den Startpunkt. Vielleicht könne ein Haus am Dorfplatz so umbaut werden, dass es – beispielsweise mit einem Seniorencafé – für die Dorfgemeinschaft nutzbar werde.

Die Gemeinde besitzt kein Bürgerhaus und ist deshalb schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Treffpunkt für die Dorfbewohner. Laut Marx soll auch der Dorfplatz künftig besser für Feste, Feiern und Märkte nutzbar werden.

Weiter werde an der Um- und Neuorganisation der ehemaligen Schule gearbeitet, in der seit mehr als drei Jahren kein Unterricht mehr stattfindet. Ursprüngliche Pläne, in den Räumen eine Hausarztpraxis einzurichten, waren gescheitert. Doch es gibt inzwischen eine alternative Überlegung: „Wir stehen weiter hinter dem Projekt einer eigenen Kita in Hentern“, sagt Marx.

Die Gemeinde hat zudem im Ort ein Sanierungsgebiet ausgewiesen. Deshalb kann eine qualifizierte Bauberatung, auch für private Investoren und Sanierungswillige, angeboten werden. Das bedeutet, wer sein Haus in Schuss bringen will, kann mit Zuschüssen und Steuerersparnissen rechnen.

Wichtig für die geplante Dorferneuerung: Hentern ist seit dem vergangenen Jahr vom Innenministerium anerkannte Schwerpunktgemeinde und somit fördertechnisch gut versorgt. Etliche Fördertöpfe des Landes sind leichter anzuzapfen, wenn die Landesregierung überzeugt werden konnte, dass sich das in dem betreffenden Dorf lohnt.

Grundsätzlich ist in einer intakten Dorfgemeinschaft auch viel Eigenleistung möglich, was Hentern schon mit dem Anlegen eines Dorfgartens für alle Bürger bewiesen hat. „Corona hemmt jedoch die einzelnen Verwaltungsabläufe, es finden nicht mehr so viele Abstimmungs- und Detailbesprechungen statt“, bedauert Marx.

Baufirmen seien nicht mehr so schnell und umfangreich einsatzbereit. Auch Bürgerversammlungen seien derzeit nicht möglich. Man arbeite jedoch an einer Lösung, um alle Henterner in irgendeiner anderen Form über die Pläne im Dorf auf dem Laufenden zu halten.

Neues Jahr, neue Projekte: Was soll in den Gemeinden im Raum Konz, Saarburg und Hochwald 2021 angepackt werden? Der TV hat dazu die Gemeindechefs und -chefinnen befragt. Die Ergebnisse veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen im Lokalteil.