"Henternationales" Konzert bringt acht Musiker zusammen
Hentern · Nicht international sondern "henternational" sollte es sein, das Konzert in der Henterner Pfarrkirche, zu dem sich acht Musiker zusammengetan hatten. Der Beifall der 150 Zuhörer bestätigte, dass man nicht in die Ferne schweifen muss, um gute Musik zu erleben.
Hentern. Es sollte das etwas andere Konzert werden, versprach der Pfarrgemeinderat als Veranstalter des Kirchenkonzertes. Und das wurde es tatsächlich. Doch der Grund lag nicht in der musikalischen Ausführung. Es war vielmehr die Tatsache, dass sich Musikfreunde aus Hentern und den benachbarten Ortschaften Zerf und Baldringen trafen und 150 begeisterten Zuhörern ein gemeinsam einstudiertes Programm zum Vortrag brachten. "Orgel meets friends" war der Untertitel.
Organistin Judith Schwickerath hatte die Musiker, die auch in ihren heimatlichen Musikvereinen spielen, zu einem Konzertauftritt gebeten. Natürlich steckte da auch eine besondere Absicht dahinter. Der Erlös, der auf einer freiwilligen Türkollekte des Zuhörers basierte, war zur Anschaffung des neuen Gotteslobs gedacht.
So setzte sich die Gruppe aus Miriam Bodem (Bassklarinette), Tanja Kebig (Klarinette), Judith Schwickerath (Orgel), Verena Schmitz (Saxofon), Markus Becker (Trompete), Winfried Hennen (Flügelhorn), Denise Jäger (Saxofon), Uwe Strauf (Sopran-Saxofon/Querflöte), zusammen. Zum Vortrag kamen Stücke wie beispielsweise "Prelude in Classic Style" (Orgel), "Close your eyes and listen" (Saxofontrio und Bassklarinette), "Kanon in D-Dur" von Johann Pachelbel (Orgel, Flügelhorn und Trompete), "Etude op. 10, No. 3", von Frédéric Chopin (Orgel und Saxofon), "Moon river" von Henry Mancini (Klarinetten und Saxofone), "Hallelujah" von Leonard Cohen (Orgel, Klarinetten und Saxofone) und "What a wonderful world" (Saxofontrio und Bassklarinette). Michael Reimann trug in den Musikpausen Gedichte von Theodor Storm, Horst Rehmann, Rainer Maria Rilke und Irmgard Adomeit vor.
Einziger Wermutstropfen: Weil die Akteure auf der Orgelempore standen, konnten die Zuhörer sie nicht sehen. Trotzdem zeigten sie sich begeistert. "Ein tolles und vielseitiges Konzert, das ich mir öfters in dieser Form wünschen würde", sagte Gertrud Bohr aus Baldringen. Wenn das nicht Ansporn genug ist? hm