Kommunalpolitik Ideen für ein schöneres Hermeskeil: Bürger können sich jetzt aktiv einbringen

Hermeskeil · Die Innenstadt von Hermeskeil soll dank eines millionenschweren Förderprogramms attraktiver werden. Am Donnerstag erfahren Bürger im Mehrgenerationenhaus, wie sie sich einbringen können. Gefragt sind auch Vorschläge zur Gestaltung des Donatusplatzes. Für dieses Startprojekt sollen auf Beschluss des Stadtrats schon erste Zuschüsse beantragt werden.

 Welche Ideen haben die Hermeskeiler für eine Neugestaltung des Donatusplatzung oder andere Projekte zur Verschönerung der Innenstadt? Das hat die Stadt vor kurzem in einem Fragebogen wissen wollen. Ergebnisse werden am Donnerstag, 21. März, im Johanneshaus vorgestellt. Im April starten dann Bürger-Workshops.

Welche Ideen haben die Hermeskeiler für eine Neugestaltung des Donatusplatzung oder andere Projekte zur Verschönerung der Innenstadt? Das hat die Stadt vor kurzem in einem Fragebogen wissen wollen. Ergebnisse werden am Donnerstag, 21. März, im Johanneshaus vorgestellt. Im April starten dann Bürger-Workshops.

Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

An die sechs Millionen Euro fließen in den nächsten zehn Jahren aus einem Programm zur Städtebauförderung nach Hermeskeil. Bei der Auswahl der Projekte sollen auch die Bürger mitreden können. Stadtbürgermeister Mathias Queck (CDU) erinnerte am Dienstagabend im Stadtrat daran, dass heute im Hermeskeiler Mehrgenerationenhaus der „offizielle Startschuss“ für eine intensive Phase der Bürgerbeteiligung fällt (siehe Info).

„Ich kann nur alle ermuntern, an dieser Auftaktveranstaltung teilzunehmen“, warb Queck für den Infoabend. Julia Kaiser vom Büro Stadtgespräch in Kaiserslautern werde dort die Chancen des Förderprogramms erläutern und erklären, wie sich Bürger mit Vorschlägen einbringen können. Im April folgen Workshops mit thematischen Schwerpunkten, bei denen konkret an Projektideen gearbeitet werden soll. Als Grundlage dafür dient eine Fragebogen-Aktion, die im Februar gestartet war. Darin wollte die Stadt wissen, wie zufrieden die Hermeskeiler mit dem Stadtbild, der Wohnsituation und aktuellen Angeboten sind. Laut Queck werden beim heutigen Auftaktabend auch Ergebnisse dieser Umfrage vorgestellt.

Um die Zuschüsse zu bekommen, muss die Stadt möglichst bis Jahresende ein Konzept vorlegen, das ihre städtebaulichen Ziele und alle geplanten Projekte zusammenfasst. Bislang steht nur fest, dass es mit der Neugestaltung des Donatusplatzes losgehen soll. „Bevor da aber ein Planer rangeht, wollen wir mit den Bürgern diskutieren, was wir uns überhaupt vorstellen“, sagte Queck.

Der Stadtrat hat am Dienstag einstimmig beschlossen, für 2020 erste Zuschüsse für das Projekt Donatusplatz in Höhe von 220 000 Euro zu beantragen. „Sie müssen jedes Frühjahr einen Antrag für die Mittel stellen, die Sie im Folgejahr brauchen“, erklärte Timo Jansen von der Verbandsgemeinde-Verwaltung das künftige Prozedere. Insgesamt stehen 300 000 Euro im Antrag für 2020 – inklusive 20 000 Euro für die beratenden Planer und 60 000 Euro für private Sanierungsprojekte. Denn auch diese können über das Programm bezuschusst werden. Voraussetzung dafür ist ein Sanierungsgebiet, dessen Grenzen der Rat laut Queck bis zum Herbst festlegen wird. Dann sollen auch die interessierten Bauherren im Detail darüber informiert werden, was sie tun müssen, um an die Fördermittel heranzukommen. Die Stadt erhält für ihre Projekte generell eine 75-prozentige Förderung.

Ein weiteres Thema der Sitzung war das Industriegebiet Grafenwald. Dort will der Unternehmer Max Düpre eine Gewerbefläche um angrenzende Grundstücke erweitern und zwei neue Hallen bauen. Der Stadtrat hat einem Bebauungsplan-Entwurf zugestimmt, der dazu das erforderliche Baurecht schaffen soll. Der Entwurf wird demnächst öffentlich ausgelegt.

Düpre schilderte dem Rat seine bislang vergeblichen Versuche, für seine Gewerbefläche einen Betrieb zu finden, der sich dort ansiedeln will. Das Gewerbegebiet habe „leider an Attraktivität verloren“. Angefragte Firmen hätten meist mit dem Hinweis abgelehnt, größere Flächen zu benötigen oder strategisch günstiger gelegene Gewerbegebiete wie in Föhren vorzuziehen. Mit der nun geplanten Erweiterung sehe er allerdings „gute Chancen“, in der Zukunft einen Interessenten zu finden, sagte Düpre.

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