Hermeskeil Kabarett Sauerwein 2017

Kabarett : Mit Spaß und Jazz auf den Punkt

Jazz-Kabarettist Andy Sauerwein hat im Hermeskeiler Mehrgenerationenhaus Johanneshaus für ein gelungenes Finale der Reihe Kultur(er)leben gesorgt.

Mit Musik und einer gehörigen Portion Humor lassen sie sich nun einmal besser verkraften, die schwierigen Themen, die Menschen heutezutage beschäftigen. Für den Umgang wohlhabender Länder mit Flüchtlingen gilt das ebenso wie für den mit ihrem immer kurzlebigeren Elektroschrott. Denn all das hängt halt zusammen, wie Kabarettist Andy Sauerwein seinem Publikum in Hermeskeil vor Augen führte. So etwa am Beispiel des talentierten Elektrikers aus Ghana, der in Deutschland kaum Arbeit finden dürfte. Da Computer anders als Waffen nur kurze Zeit lebten, werde er scheitern am Grundsatz „Reparieren lohnt nicht“.

Mit seinem gleichnamigen Jazzkabarett-Programm bringt Sauerwein selbst komplexe Sachverhalte kurz und knackig auf den Punkt. Und das auf lustige Art, wie Besucher im Hermeskeiler Mehrgenerationenhaus Johanneshaus erlebten.

Stefan Eiden aus Hermeskeil gefiel der „junge Humor“ des Künstlers, dessen Gastspiel er als echt super und phantastisch bezeichnete.

 „Er macht das gut“, lobte Andrea Jung-Blesius die gekonnte Verpackung zahlreicher nachdenklich stimmender Themen an diesem Abend.

Schön sei aber auch die „Wohnzimmer-Atmos­phäre“, fand die Besucherin aus Schleich an der Mosel.

Wegen des schwachen Vorverkaufs war der für das Programm der Reihe Hermeskeiler Kultur(er)leben verantwortlich zeichnende städtische Beirat in den Nebenraum des Johanneshaussaals umgezogen.

Nach mehreren gut besuchten Veranstaltungen musste sich Sauerwein mit knapp 40 Besuchern begnügen – wenige Tage vor Weihnachten und parallel zu einem Kirchenkonzert.

Nach der insgesamt positiven Saison freut sich Beiratssprecher Willi Auler freut aufs nächste Jahr. „Es geht weiter“, verriet er die nächsten Veranstaltungen: ein „Frauentags-Kabarett“ am 9. März mit Birgit Süß sowie am 21. und 22. April die Premiere und eine weitere Aufführung des neuen Stücks von Matthias Leo Webel. Dass sich mit Hanne Müller ein wichtiges Beiratsmitglied von Kell nach Köln verabschiedet, soll die Güte der Reihe nicht beeinträchtigen. „Wir bleiben mit ihr in Verbindung“, versichert Auler, was die aus Sitzerath stammende junge Frau bestätigt.

 Sie werde dem Beirat auch nach dem Umzug ihrer Künstleragentur „Das Künstlerkabinett“ zur Seite stehen. Als Kulturmanagerin seien Kabarett und Comedy schließlich ihr Job.

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