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Brauchtum: Hermeskeiler feiern mit Krake, Alpenrock und Bandwettstreit

Brauchtum : Hermeskeiler feiern mit Krake, Alpenrock und Bandwettstreit

Beliebte Traditionen plus die nötige Portion Abwechslung: Nach dieser Vorgabe hat der Festbeirat das Programm fürs Hermeskeiler Stadtfest gestaltet. Vom 7. bis 15. Juli gibt es viel Musik, ein neues Karussell und ein Angebot für Fußballfans.

Es stecke jedes Mal eine Menge Arbeit darin, für das neun Tage dauernde Stadtfest ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen, gibt Stadtbürgermeister Mathias Queck zu. Der zuständige Beirat habe aber erneut eine gute Mischung gefunden, lobt Queck anlässlich der Programm-Präsentation für das bevorstehende Fest (siehe Info). Vom 7. bis zum 15. Juli wird am Neuen Markt gefeiert.

Neu im Programm Eine Neuerung wird laut dem Festbeirats-Chef Willi Auler auf dem Kirmesplatz ins Auge springen: „Wir haben erstmals einen Beach-Polyp dabei.“ Dieses Karussell sieht aus wie ein großer Kraken. Die Gondeln, die am Ende der „Greifarme“ befestigt sind, drehen sich im Kreis und um die eigene Achse. „Wir müssen die Attraktionen ab und zu wechseln, damit das Ganze attraktiv bleibt“, erklärt Auler den Verzicht auf Riesenrad und Autoscooter. Neu sei außerdem die Firma aus der Nähe von Freiburg, die im Festzelt das Catering übernehmen werde.

Was bleibt Obwohl die Umbauarbeiten am Rathaus noch laufen, muss niemand auf die Böllerschüsse der Stadtsoldaten am Eröffnungssamstag verzichten. Die werden wie gewohnt gegen 15 Uhr vom Rathausvorplatz aus durch die Innenstadt schallen. Im Anschluss wird im Festzelt das erste Fass angezapft. Am Sonntag darauf sind ab 13 Uhr die Geschäfte geöffnet. Neu ist ein Flohmarkt in der Kunickerstraße, der laut Auler auf Wunsch des Gewerbeverbands den Festplatz besser mit der Innenstadt verbinden soll.

Ein „voller Erfolg“ sei im Vorjahr die erste offene Stadtmeisterschaft im Skat gewesen, sagt Auler. Deshalb werde es am Auftaktsonntag wieder ein Turnier geben. „Wir wollen das gern als eine Art Kultveranstaltung etablieren“, sagt Auler. Ähnlich wie dies bei den Trierer Mundart-Musikern Leiendecker Bloas gelungen sei, die zum vierten Mal montags beim Stadtfest auftreten. Die beliebte Erbseneintopf-Ausgabe zugunsten des Fördervereins von Krankenhaus und Altenzentrum bleibe erhalten, allerdings im Vergleich zum Vorjahr mit einer wichtigen Änderung: „Wir bereiten den Eintopf wieder komplett im Altenzentrum zu, nicht erst im Zelt. Das war 2017 ein Flop.“

Die Livemusik Nahezu an jedem Festabend ist Livemusik im Zelt geplant. Die Veranstalter setzen auf Tributebands, die die Songs berühmter Musiker auf die Bühne bringen. Den Auftakt machen am Samstag, 7. Juli, Goldplay.Live mit Songs der britischen Popband Coldplay. Ein Zuschauermagnet, hofft Auler, könnte der Auftritt von Kevin Muschinski (Mittwoch, 11. Juli) werden. Er singt die Hits von Alpenrocker Andreas Gabalier, der mit „Hulapalu“ einen großen Chart-Erfolg hatte.

Neben den etablierten Künstlern will die Stadt auch dem Nachwuchs eine Plattform bieten. Deshalb gibt es einen Band-Wettbewerb (Dienstag, 10. Juli), bei dem laut Auler das Publikum und eine „musikalisch versierte“ Jury die Sieger küren. Die besten drei Bands dürfen am Donnerstag das Festzelt rocken, für Platz eins spendiert die Stadt außerdem 300 Euro.

Für Fußballfans Damit sich Fußballfans nicht zwischen dem Fest und der laufenden Weltmeisterschaft entscheiden müssen, werden einige Spiele im Zelt auf der Leinwand übertragen. Auch für die Spiele mit deutscher Beteiligung, die parallel zu Livemusik-Abenden angesetzt sein könnten, ist vorgesorgt: „Dann übertragen wir das per Leinwand auf den Festplatz“, verspricht Auler.

Die Finanzen Laut Auler wurden insgesamt 27 000 Euro bei Sponsoren gesammelt. „Das zeigt, dass unsere Unternehmen hinter dem Fest stehen“, freut sich Stadtchef Queck. Inklusive Kirmes-Standgeld lägen die Einnahmen bei etwa 37 000 Euro. Dem stünden Ausgaben in Höhe von 60 000 Euro gegenüber, wobei laut Auler die Leistungen des Bauhofs noch hinzukommen. „Ich rechne mit einem Minus von 26 000 Euro“, sagt der Vorsitzende des Festbeirats. Diese Finanzierungslücke sei aber über die 37 000 Euro im Stadthaushalt gedeckt.