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Hermeskeiler Jecken hoffen auf Spenden - 5000 Euro sollen bis 2. März zusammenkommen

Hermeskeiler Jecken hoffen auf Spenden - 5000 Euro sollen bis 2. März zusammenkommen

Eine Internet-Spendeninitiative soll dem Hermeskeiler Karnevalsverein Ruck-Zuck dabei helfen, sich einen langgehegten Wunsch zu erfüllen: einen beheizbaren Anbau für die vereinseigene Lagerhalle. Damit das Geld tatsächlich fließt, kommt es aber auf die Schnelligkeit der Unterstützer an.

Hermeskeil. Die Halle ist geräumig. Vom Prinzenwagen bis zu Bühnenaufbauten und Dekorationen hat dort alles, was für die Session benötigt wird, seinen Platz. Doch ein Zuhause haben die Mitglieder des Hermeskeiler Karnevalsvereins Ruck-Zuck nicht. Die Lagerhalle bietet weder Vorstand noch Trainern die Möglichkeit, sich zu treffen, um etwas zu besprechen, noch können Mitglieder dort gemütlich beisammensitzen. Und die Gardemädels müssen sich bei Eiseskälte umziehen und sich vor den Umzügen warmhüpfen.W-Lan ist Herzenswunsch


Doch bis zur Session 2017/18 soll dieser Zustand der Vergangenheit angehören. Der Verein möchte die von ihm in der Nagelstraße angemietete Halle um einen beheizbaren Anbau erweitern. An der rückwärtigen Gebäudeseite sollen die bisher etwa 500 Quadratmeter um cirka 50 Quadratmeter ergänzt werden.
Etwa die Hälfte soll als Besprechungsraum genutzt werden - mit W-Lan-Anschluss, ein Herzenswunsch des Vereinsnachwuchses. Die Kosten für den Anbau schätzt Vorsitzender Jörg Hartig auf 10 000 bis 12 000 Euro, für die der Ruck-Zuck auf Unterstützung aus der Bevölkerung hofft. Der Verein werde selbstverständlich Eigenleistung einbringen und den Anbau nicht nur "mit Manpower" ehrenamtlich errichten, sondern auch "Geld zuschießen", versichert Hartig.

Dennoch braucht es eine Anschubfinanzierung, für die auf eine Spenden-Initiative der Volksbank Trier gesetzt wird. Unter dem Motto "Viele schaffen mehr" hat sie ein Crowdfunding (siehe Extra) ins Leben gerufen. Via Internet sind - möglichst viele - Förderer aufgerufen, Kleinstbeträge zu spenden. Sofern bis 2. März, 23.59 Uhr, 5000 Euro zusammenkommen, stockt die Bank die Summe auf: Für Spenden ab fünf Euro zahlt sie je zehn Euro drauf. Allerdings nur so lange, bis der für die gesamte Initiative der Volksbank mit 25 050 Euro gefüllte Spendentopf leer ist. Das bedeutet: Je früher die 5000 Euro beisammen sind, umso größer die Chance, möglichst viel davon abzuschöpfen.

Bis 20. Januar gingen 3086 Euro ein, die die Bank mit 1530 Euro aufstocken würde. Das lässt hoffen, dass es klappt. Doch sollte das Ziel nicht erreicht werden, ist alles verloren. Denn dann erhalten die Spender ihr Geld wieder zurück. Das Crowdfunding zielt laut Anna Holkenbrink vom Volksbank-Marketing auf eine faire Spendenvergabe ab. Jedes der aktuell angemeldeten zwölf Projekte habe gleiche Chancen auf eine möglichst hohe Unterstützung der Bank. Umso größer sind die Chancen, je eifriger die Teilnehmer die Werbetrommel rührten.

Gardetrainerin Marie Hartig weist ausdrücklich darauf hin, dass Spender mehrmals spenden könnten für die "Gemeinschaftsaktion". Sofern es mit der Anschubfinanzierung wie erhofft klappt, soll laut Jörg Hartig im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die etwa 250 Mitglieder, darunter mehr als 100 Kinder und Jugendliche, sollen bis zur nächsten Session einbezogen sein. Schließlich sei für einen Verein das Miteinander wichtig, betont der Vorsitzende. Die Initiative berge zudem den Vorteil, dass Spender ein "sichtbares Projekt" sponserten. Wer den Verein unterstützen möchte, kann spenden über:

volksbank-trier.viele-schaffen-mehr.de/kvruckzuck
Extra

Mit Crowdfunding lassen sich Projekte, Produkte, Start-ups und vieles mehr finanzieren. Das Besondere beim Crowdfunding ist, dass viele Menschen ein Projekt finanziell unterstützen. Crowdfunding-Projekte werden meist übers Internet organisiert. Oftmals gibt es eine im Vorfeld definierte Mindestsumme, die in einem festlegten Zeitraum erreicht werden muss, damit das Crowdfunding erfolgreich ist und das Projekt realisiert wird. red