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Hermeskeiler Schüler jazzen mit Profis

Hermeskeiler Schüler jazzen mit Profis

Die Band des Hermeskeiler Gymnasiums lädt Gäste aus den USA ein. Die haben viel Lob übrig.

Schüler des Gymnasiums Hermeskeil spielen mit amerikanischen Musikstudenten ein gemeinsames Konzert. Laid Back, die Formation von Musikpädagoge Stefan Butterbach, musizierte gleich mit zwei Ensembles, der Crescent Super Band und der Soul Foundation Band aus Ohio.

Sehr aufschlussreich waren die gemeinsamen Proben. "Die Amerikaner haben gesagt, wir seien gar nicht weit von Professionalität entfernt", freut sich Anna Schuh (Tenorsaxofon). Die Tipps zur Gestaltung von Stücken will auch Hannah Breitung (Altsaxofon) beherzigen: "Wir können die Lautstärke variieren, um einige Stellen hervorzuheben oder auch das Tempo ändern."
Bandleader Butterbach freut sich über den dritten Besuch junger amerikanischer Jazzmusiker: "Wir haben drüben inzwischen verlässliche Kontakte."

Er verspricht sich weitere Motivation für seine Schüler und den Ansporn, noch besser zu werden. "Ich lasse meine Big Band auch gerne mal los und sie von anderen Dozenten unterrichten", will er eine vielleicht andere Sichtweise in die Weiterentwicklung bringen.

Jazz, Pop und Soul geschickt zu mixen, das schafft der Leiter der amerikanischen Nachwuchsjazzer, Caleb Chapman, in hervorragender Weise. Er ist auch gleichzeitig Präsident des Jazz Education Networks (JEN) und kommt in dieser Funktion in der ganzen Welt viel herum.

"Der Jazz braucht Leute wie Stefan Butterbach, um an Schulen populärer zu werden", lobt er das Hermeskeiler Musikgymnasium, wobei er besonders von den Solisten angetan ist. "Gerade Auftritte an Schulen bringen eine enorme Erfahrung für beide Seiten. Der Austausch von Ideen ist sehr wichtig." Man könne viel voneinander lernen. Rund 150 Zuhörer waren begeistert, und klatschten im Rhythmus oder spendeten jedem einzelnen Solisten Sonderapplaus.

Die jungen Musiker waren auf ihrer Deutschlandtournee gerade aus Bad Bergzabern gekommen. Finanziert werden diese Konzertreisen von den Amerikanern selbst.

Wie fruchtbar diese Reisen sind, kann Tour-Manager Bobby Liew bestätigen: "Ich begleite die jungen Leute im Alter von 15 bis 18 Jahren schon seit 20 Jahren. Einige große Talente sind inzwischen erfolgreiche Profimusiker geworden."