Hermeskeiler Stadtfest: Finale mit Feuerwerk und flotten Flitzern

Hermeskeil · Zufriedene Schausteller, jeden Abend ein gut gefülltes Festzelt und wieder rund 40 000 Besucher wie im Vorjahr: Für die Organisatoren war auch die zweite Auflage des 2015 umbenannten Hermeskeiler Stadtfests ein Erfolg. Am Wochenende ging das neuntägige Volksfest mit einer Oldtimer-Präsentation, viel Blas- und Rockmusik und dem traditionellen Feuerwerk zu Ende.

 Von Porsche bis Jaguar: Diese fahrbaren Schmuckstücke ziehen am Sonntag in der Hermeskeiler Fußgängerzone die Blicke auf sich. Die Oldtimer-Schau gehört zum Abschlussprogramm des Stadtfests. TV-Foto: Christa Weber

Von Porsche bis Jaguar: Diese fahrbaren Schmuckstücke ziehen am Sonntag in der Hermeskeiler Fußgängerzone die Blicke auf sich. Die Oldtimer-Schau gehört zum Abschlussprogramm des Stadtfests. TV-Foto: Christa Weber

Foto: (h_hochw )

Hermeskeil. Ursula Knippel macht es sich mit ihrer Enkelin Amelie Brandstetter vor der Festzeltbühne bequem. Die beiden trinken Limonade, während der Musikverein Lyra Reinsfeld die ersten Takte von Michael Jacksons "Thriller" anstimmt. Es ist der Abschluss-Samstag beim Hermeskeiler Stadtfest, der als Oma-Opa-Enkeltag ganz der Familie gewidmet ist. Die Gusenburgerin besucht das Fest, das seit dem 9. Juli läuft, schon zum zweiten Mal. Enkelin Amelie ist noch ganz begeistert von der Zaubershow, die sie am Mittwoch im Zelt gesehen hat. "Die Zauberin hat einem Jungen eine Zeitung über den Kopf gehalten und Wasser draufgeschüttet - und er ist nicht nass geworden", berichtet die Achtjährige.Programm kommt an


Auch ihrer Großmutter hat das Programm "im Großen und Ganzen gut gefallen". Für die Kinder, sagt sie, hätte man "nachmittags vielleicht noch etwas mehr anbieten können, zum Beispiel Spiele oder Basteln". Günter Weber aus Hermeskeil lobt vor allem die Bandauswahl: "Die Leiendecker, das ist meine Richtung, die waren wieder sehr gut." Und diesmal habe "auch das Wetter mitgespielt".
Neun Tage lang haben die Vereine und Organisatoren vom städtischen Festbeirat die Besucher rund um das größte Volksfest im Hochwald mit Tanz, Wettbewerben, Kram- und Kreativmärkten und Livemusik unterhalten. Auch am Sonntag wird noch einiges geboten: In der Fußgängerzone ziehen 55 Oldtimer die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich. "Wow, der ist aber schick", ruft eine junge Frau, die gerade das älteste Exemplar der Schau bestaunt: einen schwarzen Horch 830 Pullmann, Baujahr 1934, Schätzwert 500 000 Euro. Die Fahrzeuge stammen aus dem Hochwald, dem Saarland, Trier und der Eifel. Die Bandbreite der privat organisierten Schau ist groß, reicht vom Porsche Carrera bis zur Vespa. Die Besucher dürfen am Nachmittag den schönsten Oldtimer küren, danach stehen im Zelt noch Blasmusik und Coversongs der Band City-Rock Projekt und am Abend das finale Feuerwerk im St. Fargeau Park auf dem Programm.
Willi Auler, Vorsitzender des neunköpfigen Festbeirats, hat am Sonntag ein breites Lächeln im Gesicht. "Wir sind total zufrieden", sagt er. "Das neue Konzept ist wieder richtig gut aufgegangen." Gemeint sind die Änderungen, die man im Vorjahr neben der Umbenennung von der Stadtwoche zum Stadtfest vorgenommen hat. Livemusik an jedem Abend und Bewirtung der Zeltgäste durch Hermeskeiler Vereine - "daran werden wir auch künftig festhalten", kündigt Auler an.Bands sorgen für volles Zelt


Es habe sich "absolut gelohnt, mehr zu investieren, vor allem in gute Bands", sagt der Beiratschef. Bei Bounce am ersten Abend und auch bei der AC/DC-Coverband Hole full of love am zweiten Samstag sei das Zelt "brechend voll" gewesen. "Gestern waren bestimmt 5000 Menschen da", schätzt Auler. "Die insgesamt 40 000 Besucher von 2015 könnten wir wieder erreicht haben." Auch über die 250 Gäste beim Handwerker-Essen und 300 Liter verkaufte Erbsensuppe habe er sich "sehr gefreut", sagt Auler. Von den Schaustellern gebe es positive Rückmeldungen. Einige hätten bereits ihre Teilnahme für 2017 zugesagt. "Ich wurde auch schon angesprochen, dass das Riesenrad wegen der tollen Atmosphäre im nächsten Jahr wiederkommen soll."
Dieter Heger von der Geschäftsgemeinschaft der beteiligten Vereine lobt das "gute Miteinander" aller Beteiligten: "Wir machen hier keine Konkurrenzgeschäfte, sondern holen für alle das Beste raus." Werner und Gisela Weeber, die seit vielen Jahren auf dem Hermeskeiler Kirmesplatz zwei Kinderkarussells betreiben, sind zufrieden mit dem Geschäft: "Die ersten zwei Tage war es etwas zu heiß, aber dann lief es gut", sagt Werner Weeber. Seine Frau lobt das Abendprogramm im Zelt: "Das ist wichtig, um auch Leute von außerhalb anzulocken. Es muss für alle was dabei sein." Robert Dillé aus Neumagen-Dhron war zum ersten Mal mit Wein- und Sektstand dabei. "Im Sommer sind überall Feste, da ist die Konkurrenz groß", sagt er. "Aber den Leuten hier hat unser Wein geschmeckt, wir kommen gern wieder."

Mehr Fotos vom Hermeskeiler Stadtfest 2016 auf der und online unter
www.volksfreund.de/fotos

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