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Hermeskeiler Weihnachtsmarkt erstmals auf den Neuen Markt

Neuer Markt statt Stadtpark : Hermeskeiler Weihnachtsmarkt zwischen Bergbahn und Karussell (Fotos)

Über den Hermeskeiler Weihnachtsmarkt auf dem Neuen Markt haben sich insbesondere die Kinder gefreut. Und auch das Wetter hat mit Schneefall für eine passende Atmosphäre gesorgt.

Mit einem erwartungsvollen Lächeln geht der Junge auf dem Hermeskeiler Weihnachtsmarkt auf den Nikolaus zu. „Wie heißt Du denn?“, fragt der große Mann mit Bischofsgewand und langem Bart. „Ich bin der Joshua“, antwortet dieser freudestrahlend, und schon bekommt er einen Nikolaus aus Schokolade in die Hand gedrückt, genauso wie einen kurzen Moment darauf seine kleinere Schwester Linda.

Eine typische Aktion auf dem Neuen Markt am Samstag. Viele Eltern sind mit ihren Kindern gekommen, um dort etwas Adventsatmosphäre zu schnuppern, Karussell zu fahren und mit anderen Jungen und Mädchen im Schnee zu spielen. Denn der ist in der Nacht zuvor reichlich gefallen und verwandelt das trübe Asphaltgrau des Neuen Platzes in eine weiße Welt, die nur von wenigen geräumten Spuren durchbrochen wird. Kinder fahren auf dem Karussell, während ihre Mütter und Väter ihren Kleinen beim Vergnügen zuschauen und sich viele anschließend am Crépes-Stand verköstigen.

13 Holzhütten und weitere Stände sind mit viel Abstand in einem großen Quadrat aufgestellt. Darin angeboten werden neben den üblichen Glühweinen und alkoholfreiem Punsch verschiedene Produkte wie Porzellanteile, Schnäpse, Honig und Gewürze. „Wir wollen unsere Schnäpse anbieten“, sagt Manfred Stein aus Kenn, der sich das erste Mal am Hermeskeiler Weihnachtsmarkt beteiligt. Am Freitag sei es kalt und windig gewesen, es habe weit in seinen Stand hinein geschneit. Doch am Samstag spielt das Wetter mit. „Wenn es hell bleibt, ist es ideales Wetter für einen Weihnachtsmarkt.“ Die christliche Gemeinde beteiligt sich seit vielen Jahren am Weihnachtsmarkt, sagt Arndt Plock. „Wir wollen präsent sein“, sagt er. Auf dem Neuen Markt sei weniger Trubel als in den Vorjahren im Park. Aber der diesjährige Weihnachtsmarkt sei „besser als nichts.“

Ein starker Blickfang ist eine blaue Gondel der Hintertuxer Gletscherbahn, der die große Fläche ein wenig ausfüllt, eine Leihgabe eines Hermeskeiler Bürgers, sagt Melanie Barth vom Hochwald Gewerbeverband (HGV).

Bereits am Freitag seien viele Eltern mit ihren Kindern dagewesen, sagt Melanie Barth. „An jedem Stand war ein bisschen was los“, bestätigt Vorstandssprecher Christian Kruchten, der höchstpersönlich das Nikolauskostüm übergestreift hat, um den Kindern etwas zusätzlich bieten zu können. Kurzfristig sei dies entschieden worden, sagt Barth.

Zuerst hatten die Organisatoren komplett auf ein Programm verzichten wollen, damit keine Menschenansammlungen an einem Platz entstehen. Doch der Nikolaus sei eine gute Entscheidung gewesen, sagt Barth. „Die Kinder sind froh, wenn was da ist.“ Und das gilt offenbar nicht nur für die Jungen und Mädchen, sondern auch für die Eltern. „Es ist gut, dass überhaupt etwas gemacht wird“, sagt Timo Nisius aus Beuren. Er findet die Initiative toll, auf dem Neuen Markt einen Weihnachtsmarkt auszurichten. Aufgrund der Größe sei der Markt überschaubar, es seien keine Menschenmassen zusammengekommen. „Wir finden es schön. Es ist das erste Mal, dass die Kinder so etwas erleben“, sagt Kristina Dietz aus Hermeskeil, die mit ihren beiden Kindern im Alter von eineinhalb und zweieinhalb Jahren gekommen ist. So könnten diese das erste Mal überhaupt Weihnachtsatmosphäre schnuppern. Freitag ist Dietz auch schon dagewesen. „Es ist nicht überlaufen“, freut sie sich.