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"Hier geht es alle(i)n um den Sport"

"Hier geht es alle(i)n um den Sport"

Eigentlich sollte auf dem Kleinspielfeld neben der Grundschule in Beurig gekickt werden. Doch die Organisatoren des Pintencups, der Saarburger Jugendrat, trauten dem Wetter nicht. In der Schulturnhalle gegenüber machte Fußball genauso viel Spaß.

Saarburg-Beurig. "Die Jugendlichen wollten eigentlich draußen Fußball spielen. Doch das Wetter spielte nicht mit", erklärt der Jugend-Sozialarbeiter der Stadt Saarburg, Bernd Bredin, warum die elfte Auflage des Pintencups doch in der Schulturnhalle in Beu rig ausgetragen wurde. Benannt ist das Turnier nach dem Jugendtreff im ehemaligen Schlachthof, der "Schlachtpinte", der bis 2008 bestand.

Die damalige Jugendgruppe rief auch das Fußballturnier ins Leben. Diesmal gingen acht Teams mit 80 Sportlern an den Start. Immer vier Feldspieler und ein Torwart waren im Einsatz. Aber es durfte auch gewechselt werden. Die 13- bis 21-Jährigen waren mit großem Einsatz bei der Sache, obwohl nur Geldpreise zwischen 20 und 50 Euro winkten.

Sozialarbeiter Bredin unterstreicht gerne den integrativen Charakter eines solchen Turniers: "Hier geht es allein um den Sport. Die Frage nach dem Migrationshintergrund stellt sich heute gar nicht mehr." Das sei doch bei der Nationalelf genauso, und so sollte es auch sein.
Inzwischen gibt es bei diesem Turnier sogar Würstchen mit Geflügel statt mit Schweinefleisch, damit auch Jungkicker moslemischen Glaubens ihren Hunger stillen können.
"Hinter einem solchen Turnier steckt viel Organisationsarbeit", weiß die Vorsitzende des Jugendrates, Anna-Lena Pschinn (20). Mit Erik Ludwig und Marin Bauer stellte der Jugendrat sogar die beiden Schiedsrichter.
"Das ist ein Fußballturnier, das nicht so ernst ist wie ein Punktspiel", freut sich Philip Kramp (18) aus Irsch und Mitglied des Teams Männis. Ihre Trikots trugen Fantasienamen, seins zierte der Name Napoleon Bonaparte. Dominik Lorth (18) aus Saarburg kickte als Markus von Anhalt: "Ich spiele gern Fußball. Leider gibt es solche Turniere nicht so oft. Da muss man die Gelegenheit nutzen."
Die fantasievolle Truppe der Männis wurde schließlich im Endspiel gegen Joga Bonito mit 1:0 Turniersieger. Im Spiel um Platz 3 setzten sich die Saiyajins gegen den Sonic FC mit 3:0 nach Verlängerung (2:2) durch.
Extra

Kandidieren und mitmischen: Beim Cup wurde auch für die Jugendratswahl am 22. Juni geworben. Für das zehnköpfige Gremium, das die Interessen von 550 Menschen im Alter von 13 bis 21 vertritt, können junge Saarburger bis zum 8. Mai kandidieren. Infos über die Jugendratswahl gibt es im Internet unter www.jugendrat-saarburg.de. Alle Wahlberechtigten werden, wie bei allen anderen Wahlen in einer Demokratie auch, per Brief mit einer Wahlbenachrichtigung zum Urnengang aufgefordert. doth