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Hier steht keiner auf dem Schlauch

 Bevor ein Brand gelöscht werden kann, müssen die Wehrleute bei der Abnahme des Leistungsabzeichens eine Leitung aufbauen. Foto: Agentur Siko
Bevor ein Brand gelöscht werden kann, müssen die Wehrleute bei der Abnahme des Leistungsabzeichens eine Leitung aufbauen. Foto: Agentur Siko FOTO: (h_hochw )
Schweich/Zerf. Feuerwehren aus dem Landkreis Trier- Saarburg und der Stadt Trier sind zur Abnahme des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze und Silber in Zerf zusammengekommen. Bei dem Leistungswettbewerb traten zehn Gruppen aus dem ganzem Landkreis an.

Schweich/Zerf. Bei den Prüfungen zum Feuerwehrleistungsabzeichen in Zerf mussten die Wehrleute für das Abzeichen in Bronze fünf Stationen bewältigen, für das Abzeichen in Silber waren es sechs Stationen. Zur Prüfung angetreten waren Wehren aus den Verbandsgemeinden Hermeskeil, Kell am See, Trier-Land, Konz und aus der Stadt Trier.
Die Gruppen waren gemischt aus Feuerwehrfrauen und -männern unterschiedlicher Verbandsgemeinden. Aufgeteilt wurden die Wehrleute in vier Gruppen aus jeweils zehn Personen, und sechs Staffeln aus jeweils vier Personen. Zunächst mussten die Einsatzkräfte einen Löschangriff aufbauen und durchführen. Im Einsatz gibt der Gruppenführer die Befehle. Der Maschinist bedient die Pumpe und kontrolliert somit den Wasserdruck. Am Verteiler steht der sogenannte Melder, der das Wasser an den Schlauchtrupp, den Wassertrupp und den Angriffstrupp weiterleitet, nachdem die Wasserleitung fertig gelegt worden ist, um den Brand zu löschen. Die zweite Aufgabe bestand darin, die Saugleitung aufzubauen. Hierbei müssen die Feuerwehrleute die Pumpe aus dem Fahrzeug nehmen und an offenem Gewässer platzieren. Danach muss die sogenannte Saugleitung gelegt und gekoppelt werden. Mit Seilen müssen Knoten zur Sicherung gemacht werden. Weiterhin sollten die Wehrleute zeigen, dass sie die Handgriffe zur Herstellung der stabilen Seitenlage bei der Ersten Hilfe beherrschen. Die vierte Disziplin bestand darin, die verschiedenen Knoten, die bei der Feuerwehr benötigt werden, zu legen. Zuletzt mussten alle Teilnehmer eine schriftliche Prüfung im Gerätehaus absolvieren.
Bei dem silbernen Abzeichen kam eine sechste Aufgabe hinzu. Die Einsatzkräfte mussten unter Atemschutz und Sicherung über einen Leiterparcours klettern. Alle Disziplinen wurden von mehreren Schiedsrichtern bewertet. Es kam auf fehlerfreies Arbeiten und Schnelligkeit an.
Der erste Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Trier-Saarburg, Matthias Liesch, betonte, dass jede einzelne, auch noch so kleine Dorffeuerwehr eine große Feuerwehr auf Kreisebene ist. Denn im Einsatz funktioniere es nur "in Zusammenarbeit und mit Teamfähigkeit". Er gratulierte allen Wehrleuten für die Teilnahme an der Abnahme des Leistungsabzeichens in Bronze und Silber. Er dankte zudem der Feuerwehr Zerf für die Ausrichtung des Wettbewerbs. siko