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High Forest Rallye: Wir kommen wieder

High Forest Rallye: Wir kommen wieder

Trotz teilweise sintflutartigen Regens zogen Veranstalter, Teilnehmer und Besucher nach der zweiten internationalen "High Forest Rallye" in Hermeskeil ein positives Fazit.

Hermeskeil. Pünktlich um 12 Uhr am Samstag, als die ersten Vorwagen der 81 Teilnehmer aus vier Nationen durch das große Tor mit der Aufschrift "High Forest Rallye" in der Fußgängerzone fuhren, begann es zu regnen. "Bei der Premiere im Juli vergangenen Jahres hatten wir fast 30 Grad, in diesem Jahr sind es Mitte November nicht einmal die Hälfte. Nur der Regen ist uns treu geblieben": so begrüßte Veranstalter Wolfgang Heinz (Losheim) die Zuschauer, die das Spektakel in die Innenstadt gelockt hatte.

Bei Besucherzahl ist noch Luft nach oben



Die Anzahl der Zuschauer hielt sich durchaus in Grenzen, so dass für die nächsten Jahre - bei hoffentlich angenehmeren Bedingungen - in punkto Besucher-Interesse durchaus noch "Luft nach oben" ist.

Am Ereignis und dessen professioneller Vorbereitung hatte es nicht gelegen, dass sich eine relativ geringe Zahl von Motorsport-Freunden eingefunden hatte. Mit dem versierten Alfred Gorny am Mikrofon hatte Heinz sogar einen Streckensprecher organisiert, der zu den besten seines Fachs gehört und Erfahrung aus der Rallye-Weltmeisterschaft mitbrachte.

Von der Witterung ließen sich auch die Stadtoberen nicht beeindrucken. Beide Hermeskeiler Bürgermeister, Udo Moser (Stadt) und Michael Hülpes (Verbandsgemeinde), hatte der Veranstalter in einem mehrere Hundert PS-starken Audi Quattro neben einem erfahrenen Piloten als "Co" auf dem "Heißen Sitz" auf das Kasernengelände geschickt. Auch Willi Auler, erster Beigeordneter der Stadt, sagte: "Diese Rallye ist super für uns. Das ist die beste Gelegenheit, den Namen Hermeskeil hinauszutragen und Werbung für uns zu machen."

Außerhalb des schuhfesten Asphalts in der Stadt hatten Gummistiefel und Regencapes am Samstag Hochkonjunktur. An den spektakulärsten Zuschauerpunkten drängten sich die wetterfestesten der Rallye-Freunde, um dem ungewohnten Spektakel beizuwohnen. Veranstalter Wolfgang Heinz hatte viele freiwillige Helfer aus befreundeten Motorsportclubs wie auch von Feuerwehr, Deutschen Roten Kreuz und anderen Hilfsorganisationen gefunden, die ihn bei der Organisation unterstützten.

"Endlich ist mal was Richtiges los in der Stadt, mal Action und nicht nur ein paar Ausstellungen oder Museen", sagte der Losheimer Initiator im Gespräch mit Hermeskeiler Bürgern. Dass dies so bleiben möge, ist auch sein Wunsch. Zuvor aber ist Manöverkritik mit allen Beteiligten angesagt. "Wir wollen alle Stimmen hören und erörtern, was gut, weniger gut und vielleicht auch schlecht war. Aber ich glaube, dass wir trotz der widrigen Umstände eine spektakuläre Show geboten haben, und dass wir im nächsten Jahr zu gleicher Zeit wieder zur High Forest Rallye in Hermeskeil bitten können."